Nur etwa ein Vogel von 30.000 weist den sogenannten "Leuzismus" auf und besticht durch ein merklich helleres Federnkleid. Bei einer Kohlmeise in einem Garten in Mödling wurde dieser hübsche Defekt sofort von einer aufmerksamen Tierfreundin erkannt, fotografiert und auf der Citizen-Science-Plattform "naturbeobachtung.at" hochgeladen, damit wir uns alle an dieser Rarität erfreuen dürfen.
Tiere mit dem sogenannten Leuzismus werden oftmals gerne in die "Albino"-Schublade geschoben, obwohl es sich bei leuzistischen Tieren um eine harmlose Mutation handelt, die in der Regel keine gesundheitlichen Probleme hervorruft.
Wirkliche Albinos sind an den roten Augen zu erkennen, und der ganze Körper weist keinen Farbstoff Melanin auf. Leuzismus hingegen kann auch nur teilweise entstehen und verhindert, dass nur manche Zellen kein Melanin produzieren, wodurch interessante Färbungen und Effekte entstehen können. Unsere Mödlinger Kohlmeise beispielsweise ist nur teil-leuzistisch.
In unserer Bildergalerie kannst du noch weitere leuzistische Tiere bestaunen:
In der freien Wildbahn sind optische Besonderheiten meist ein Problem, da sie die wichtige Tarnung aushebeln können. Leuzistische Tiere haben ebenfalls geringere Überlebenschancen, da sie von Beutegreifern leichter entdeckt werden. Nur selten werden diese "Raritäten" besonders alt oder sogar auch bloß erwachsen.