Diese Geschichte hätte ja fast schon Netflix-Potenzial. Sidrit Vokshi hat sein großes Idol getroffen – und dieser Moment geht tief unter die Haut.
Im Wiener Ehrbar Saal kam es zur besonderen Begegnung mit Maria Bill, deren Musik für ihn einst alles verändert hat.
"Ich realisiere erst jetzt so richtig, was alles passiert ist", erzählt Sidrit. Auf der Bühne des Saals stand ein Flügel – und plötzlich wurde es magisch: "Sie hat mich gefragt, ob ich 'I mecht landen' wirklich spielen kann. Natürlich kann ich das!"
Was dann folgte, beschreibt er selbst als kaum greifbar: "Ich hab einfach begonnen zu spielen und sie hat plötzlich mitgesungen. Es war wie ein großer Kreis, der sich für mich geschlossen hat."
Die Geschichte dahinter ist bewegend. Sidrits Weg begann nicht auf einer Bühne, sondern im Flüchtlingsheim in Traiskirchen. Dort entdeckte er einen CD-Player und hörte zum ersten Mal die Stimme von Maria Bill.
"Ich habe kein Wort verstanden, aber alles gefühlt", erinnert er sich. Heute, Jahre später, stehen die beiden gemeinsam auf einer Bühne.
Vor dem Treffen hatte Sidrit großen Respekt: "Ich wusste nicht, wie sie auf mich reagieren wird." Doch die Sorge war unbegründet.
"Sie war so herzlich und offen. Ich hab mich irgendwie auch in ihr wiedergesehen", erzählt er. Besonders viel bedeutete ihm, dass sie sich Zeit nahm: "Sie hat sich meine Geschichte wirklich bewusst angehört."
Auch für Maria Bill war die Begegnung emotional. "Als ich das in der Zeitung gelesen habe, war ich fast erschrocken, so gerührt war ich", sagt sie.
Ihr erster Gedanke: "Wir müssen uns treffen. Auf jeden Fall." Und sie ist überzeugt: Sidrit hat eine große Zukunft vor sich. "Er sprüht nur so vor Musikalität."
Am Ende bleibt vor allem eines: "Was für eine schöne Begegnung", sagt Maria Bill und bringt damit genau das auf den Punkt, was wohl alle über diesen Moment denken.