Das Projekt "Roadkill: Achtung Igel!" soll unsere kleinen Stacheligen zukünftig auf den Straßen Österreichs besser schützen, denn mittels APP wollen Forscher des Instituts für Zoologie in Wien genau herausfinden, wo sich die Todes-Hotspots überhaupt befinden.
Um valide Daten zu diesem Thema zu erhalten, sind die Forscher natürlich auf die freiwillige Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, weshalb es sich hier um ein "Citizen Science" Projekt handelt. Immerhin gehört der Igel zu den beliebtesten Wildtieren der Österreich und sollte dementsprechend auch besser geschützt werden.
Vor allem die Sommernächte werden für die "Stachelbären" zum Verhängnis, wenn sie auf der Suche nach einer Partnerin bis zu fünf Kilometer pro Nacht zurücklegen und mehrere Straßen überqueren müssen.
Auch wenn die Stacheln gegen Fressfeinde durchaus ihre Wirkung zeigen, so sind sie kein Metallpanzer, der sie auch vor Autoreifen schützen könnte. Wittert der Igel nämlich Gefahr, läuft er nicht schneller davon, sondern rollt sich instinktiv zusammen - und wird erst recht überfahren. Ziel der Studie soll also sein, wo dies - zunächst in Niederösterreich - am häufigsten passiert, um hier entsprechend gegensteuern zu können.
„Ziel der Studie ist es, am Ende eine Niederösterreichkarte zu haben, wo man sieht, wo die Igel überfahren werden. Diese Karte werden wir dann weiterleiten an Naturschutzbehörden. Die können dann Schutzmaßnahmen treffen“Florian Heigl gegenüber ORF.atProjektleiter
Gerade in Niederösterreich gibt es tausende Straßenkilometer, die unmöglich nur von den Forschern und Wissenschaftlern abgefahren werden können, weshalb man hier tierliebe Autofahrer um ihre Hilfe bittet - vom Waldviertel, Weinviertel, Mostviertel bis ins Industrieviertel.
Einfach bei Autofahrten, vor Beginn der Fahrt die App starten, die Route aufzeichnen lassen und am Ende angeben, ob und wo man einen überfahrenen Igel gesehen hat. Auch eine "Nullrunde" ist wichtig, um festzustellen, wo Igel nicht so sehr gefährdet sind.