Was wie ein Märchen klingt, hat sich tatsächlich kürzlich an einem Nachmittag vor der Notaufnahme am Klinikum "Links der Weser" im deutschen Bremen so ereignet. Ein verletzter Kormoran flog gezielt an die Scheibe der Eingangstür und pickte so lange mit seinem Schnabel dagegen, bis die Mitarbeiter Hilfe leisteten.
Das Tier hatte einen Angelhaken im Schnabel, der wirklich mithilfe der Berufsfeuerwehr und den Medizinern der Notaufnahme entfernt werden konnte. Die Wunde wurde versorgt und das g'scheite Viecherl bei der Parkanlage des Spitals wieder freigelassen.
Ausrüstungen für Angler sollten immer vollständig entsorgt werden, da es keine Seltenheit ist, dass sich Wasservögel wie Schwäne, Möwen, Haubentaucher und auch Enten an Angelhaken oder auch Schnüren verletzen. Wer die Umwelt schützt, schützt auch die Tierwelt!
Der Kormoran ist ein bis zu einem Meter großer Wasservogel, der sogar für "seine" Fische bis zu 30 Meter tief taucht. In den 80er Jahren war er in Österreich fast ausgerottet, doch mittlerweile hat sich sein Bestand in vielen Teilen des Landes wieder erholen können, was leider immer wieder zu Konflikten mit der Fischereiwirtschaft führt. Da der Vogel aber in der gesamten EU streng geschützt wird, darf man ihn lediglich vergrämen und nur in vereinzelten Ausnahmefällen töten.