Kurz vor knapp hatte das Frauchen von "Pezi" ihren Kater auf der Facebook-Seite der Pfotenhilfe in Lochen erkannt und konnte noch schnell eine bereits eingeleitete Weitervermittlung des Katers aufhalten. Das Tier war nämlich schon mehr als drei Monate am Tierschutzhof.
Bereits am Anfang des Jahres haben tierliebe Finder den vermeintlich herrenlosen Kater zur Pfotenhilfe gebracht, wo er bis vor Kurzem umsorgt, gepflegt und auch gechippt wurde. Wie so oft konnte der hübsche Langhaarkater nämlich ohne Chip nicht sofort zugeordnet werden und musste mehr als drei Monate im Tierheim verbringen, bis er durch einen Zufall auf der Facebook-Seite erkannt wurde.
Dabei war es eine knappe Angelegenheit, denn es hatte sich am Dienstag zunächst eine Familie gemeldet, die den Kater adoptieren wollte und auch schon fix einen Termin für Mittwoch vereinbart hatte.
„Wir bekommen so viele Katzen, die offensichtlich ein Zuhause haben, was man am Pflege- und Ernährungsstatus erkennen kann. Da sie aber keinen Chip haben, sind sie keinem Halter zuordenbar.“Johanna StadlerPfotenhilfe-Chefin
Im Wiener Tierquartier suchen einige Schützlinge ein neues Zuhause:
Fragt man die Tierschützer, sollte endlich genauso wie bei Hunden eine Chippflicht für Katzen kommen, denn diese sind nicht weniger wert und die Menschen hängen auch an ihnen. "Das Tierschutzministerium ist hier wirklich säumig und reagiert nicht einmal auf unsere Forderungen! Tierschutzeinrichtungen könnten dadurch entlastet und auch den Tieren und ihren Haltern sehr viel Leid erspart werden. Und auch die Streunerkatzenproblematik könnte damit effizient eingedämmt werden", sagt die Chefin weiter.