Fast jeder Neuzugang im Tiergarten Schönbrunn hat einen besonderen Zweck zur Arterhaltung. So auch ein Weibchen der stark gefährdeten Roten Pandas, das kürzlich im Zoo eingezogen ist. Das Tier stammt aus dem sogenannten "Parco Faunistico La Torbiera" in Italien und soll schon bald mit dem Wiener Männchen für puscheligen Nachwuchs sorgen.
„Das Rote Panda-Weibchen machte von Anfang an einen entspannten Eindruck. Nach seiner Ankunft hat es sich rasch eingelebt, schon bald Bambus gefressen und das Zusammenleben mit unserem Männchen wirkt sehr harmonisch“Dr. Stephan Hering-HagenbeckTiergartendirektor
Ganz typisch hält sich das Mädchen ebenfalls gerne hoch oben in den Baumwipfeln auf, denn dort überblicken die beiden Raritäten fast den ganzen Tierpark.
Hering-Hagenbeck: "Rote Pandas sind ausgezeichnete Kletterer. Ihre scharfen Krallen und behaarten Sohlen geben den Tieren sicheren Halt, während der buschige Schwanz ihnen dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten."
Rote Pandas bewohnen Gebirgs- und Bambuswälder im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas. Da es dort ebenso oft zu eisigen Temperaturen kommen kann, sind die niedlichen Tiere mit ihrem dichten Fell auch perfekt für den Wiener Frühling ausgestattet. In ihrer Heimat jedoch, gibt es nur noch wenige Exemplare, da die Abholzung der Wälder und die Wilderei für einen dramatischen Rückgang dieser Tierarzt gesorgt haben.
Mit den Namensvettern, den Großen Pandas, sind die kleinen Baumbewohner übrigens nicht verwandt, denn sie zählen zu den Katzenbären und bilden somit eine ganz eigene Familie, die aber Ähnlichkeit mit Waschbären und Nasenbären aufweist.