Über Westeuropa entsteht aktuell eine Wetterlage, die schlimme Erinnerungen an frühere Hitzesommer weckt. Ein sogenannter Heatdome schiebt sich derzeit von Nordwestafrika über Spanien und Frankreich bis Richtung Mitteleuropa - samt heißer Subtropenluft.
Schon jetzt steigen die Temperaturen in Spanien und Portugal auf bis zu 40 Grad. Auch in Frankreich werden bis zum Wochenende Werte über 35 Grad erwartet.
Zu Pfingsten sollte auch Österreich erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke knacken. Meteorologen sehen darin allerdings mehr als nur eine frühe Sommerphase. Denn ähnliche Wetterlagen sorgten in den vergangenen Jahren bereits für massive Hitzewellen in Europa, so der deutsche Wetter-Experte Johannes Habermehl.
Besonders brisant: Die Oberflächentemperatur des Mittelmeers liegt aktuell deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Dadurch bekommen spätere Sommer-Hitzewellen zusätzlichen "Brennstoff". Auch ausgetrocknete Böden in Südeuropa könnten die Hitze weiter verstärken.
Klimamodelle rechnen bereits jetzt mit einem außergewöhnlich warmen Sommer 2026 - vor allem in Süd- und Westeuropa. Experten warnen dabei weniger vor einzelnen Hitzetagen als vor langen Hitzeserien mit mehreren Tagen über 35 oder sogar 40 Grad, so Habermehl.
Fakt ist: Der aktuelle Pfingst-Heatdome ist noch keine Garantie für einen Rekord-Sommer - für viele Meteorologen aber ein deutliches Warnsignal.