Die kommende Hurrikan-Saison könnte es in sich haben: Der US-Wetterdienst AccuWeather rechnet heuer mit 11 bis 16 benannten Stürmen. Darunter bis zu sieben Hurrikans - sowie weitere, besonders starke Wirbelstürme ab Kategorie 3.
Besonders brisant: Drei bis fünf Stürme könnten direkt auf die USA treffen. Laut Hurrikan-Experten Alex DaSilva sind vorwiegend Regionen entlang der Ost- und Südküste gefährdet.
Ein entscheidender Faktor ist das Klimaphänomen "El Niño". Es sorgt üblicherweise für stärkere Höhenwinde über dem Atlantik und erschwert so die Entstehung von Stürmen. Deshalb könnte die Gesamtzahl der Wirbelstürme nahe am Durchschnitt bleiben.
Kurz vor dem "offiziellen" Beginn der Hurrikan-Saison am 1. Juni gibt es also keine Entwarnung. "Es ist äußerst wichtig, dass sich alle - von Südtexas bis Maine - gleichermaßen auf die Hurrikan-Saison vorbereiten," warnt DaSilva.
Ein Rückblick zeigt, wie trügerisch Prognosen sein können: 2025 lag die Zahl der Stürme zwar im Schnitt, dennoch gab es gleich drei extreme Kategorie-5-Hurrikans. Die meisten davon entstanden erst nach Mitte September - also rund um den alljährlichen Höhepunkt der Saison.
Auch heuer könnte sich das gewohnte Horror-Muster wiederholen. Zwar dürfte "El Niño" hauptsächlich im Herbst stärker wirken und die Aktivität bremsen, doch bis dahin ist mit erhöhter Gefahr zu rechnen. Zusätzlich bleibt der Atlantik ungewöhnlich warm - ein wichtiger Treibstoff für starke Stürme.
Wie die globale Klimakrise Hurrikans verstärkt
Der Klimawandel verändert Hurrikans. Die tödlichen Stürme werden durch die globale Erwärmung zwar nicht unbedingt zahlreicher, aber deutlich gefährlicher. Für Küstenstädte, Inseln und selbst Binnenländer steigt das Risiko Jahr für Jahr.