"Wie's zu Sankt Medardus ist, so bleibt's 40 Tag gewiss" - diese alte Bauernregel kennt man in ganz Österreich. Sie besagt: Das Wetter rund um den Freitag, 8. Mai, gibt die Richtung für die kommenden fünf bis sechs Wochen vor.
Heuer könnte das für viele Menschen zur guten Nachricht werden. Denn die Prognose für den Medardus-Tag fällt recht freundlich aus: Abwechselnd sonnig und bewölkt, nicht sehr heiß, aber weitgehend trocken und insgesamt schönes Frühlingswetter.
Das würde laut Bauernregel bedeuten: Auch die nächsten Wochen könnten sich von ihrer sonnigen Seite zeigen. Perfekt also für Ausflüge, Freibad und frühe Sommerstimmung.
Medardus von Lyon war Mitte des 6. Jahrhunderts ein französischer Bischof. Der Geistliche war für seine Mildtätigkeit bekannt und wurde heiliggesprochen - sein Gedenktag ist der 8. Juni. In Österreich gilt traditionell der Medardus-Tag als der günstigste Tag, um Karotten für die Herbsternte anzusäen.
Ganz so einfach ist es meteorologisch natürlich nicht. Wetterexperten sehen solche Regeln eher kritisch, da sie auf langjährigen Beobachtungen, aber nicht auf modernen Modellen basieren. Dennoch halten sich viele dieser Sprüche hartnäckig - nicht zuletzt, weil sie oft überraschend gut zutreffen.
Gerade im Frühling lohnt sich aber ein genauer Blick: Wechselhaftes Wetter ist typisch für diese Jahreszeit, stabile Hochdrucklagen sind eher selten. Heuer deutet aber vieles darauf hin, dass sich zumindest kurzfristig freundliches Wetter durchsetzen könnte. Und genau das spielt der alten Bauernregel in die Karten.
Fakt ist: Ob die Sonne wirklich 40 Tage durchhält? Zumindest der prognostizierte Start am Medardus-Tag macht Lust auf mehr.