Dutzende Tote, Zerstörungen

306 km/h – Rekord-Hurrikan im Atlantik

Der Abschlussbericht zeigt: Mit 306 km/h erreicht Hurrikan "Melissa" Rekordwerte und gilt nun offiziell als historisch stärkster Sturm im Atlantik.
Bernd Watzka
27.02.2026, 12:13
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Jetzt ist es offiziell: Hurrikan "Melissa" war der stärkste jemals im Atlantik gemessene Wirbelsturm. Laut Abschlussbericht des Nationalen Hurrikanzentrums erreichte der Sturm im Herbst des Vorjahres Windgeschwindigkeiten von bis zu 306 km/h. Damit liegt er gleichauf mit Hurrikan "Allen" aus dem Jahr 1980 an der Spitze des Rankings.

Hurrikan der höchsten Kategorie

Am 28. Oktober traf "Melissa" als Kategorie-5-Hurrikan auf die Südküste von Jamaika. Der Sturm war zusammen mit dem "Labor-Day-Hurrikan" (1935) der stärkste auf Land treffende atlantische Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen.

Insgesamt kamen auf Jamaika und Haiti durch "Melissa" mehr als 100 Menschen ums Leben. Allein auf Jamaika verendeten rund 1,25 Millionen Nutztiere. Gesamtschaden: knapp 10 Milliarden Euro.

"Allen" forderte 300 Menschenleben

Zum Vergleich: Hurrikan "Allen" von 1980 erreichte ebenfalls 306 km/h, traf aber mit dem Zentrum seiner Zirkulation nie direkt auf Festland. Dennoch forderte er in der Karibik und den USA knapp 300 Todesopfer - und löste in Texas mehrere Tornados aus.

Sowohl Melissa als auch "Allen" zeigen eindrucksvoll, welche zerstörerische Kraft tropische Wirbelstürme entwickeln können - und dass neue Rekorde auch in Zukunft keine Seltenheit mehr sein dürften.

Ranking der schnellsten Hurrikans

Hinter "Melissa", "Allen" und dem "Labor-Day-Hurrikan" rangieren bei der Windgeschwindigkeit die Wirbelstürme "Wilma" (2005), "Gilbert" (1988, Opfer: 320 Tote), "Dorian" (2019) und "Katrina" - letzterer Sturm traf 2005 New Orleans und forderte rund 1.400 Todesopfer.

All diese Stürme zeigen, welche zerstörerische Kraft tropische Wirbelstürme entwickeln können - und dass neue Rekorde auch in Zukunft keine Seltenheit mehr sein dürften.

Wie der Klimawandel Hurrikans verstärkt

Wärmere Ozeane liefern mehr Energie für tropische Wirbelstürme. Dadurch können diese rascher an Stärke gewinnen und höhere Windgeschwindigkeiten erreichen. Der Meeresspiegelanstieg verstärkt zudem Sturmfluten, sodass Küstengebiete stärker überflutet werden.

Wärmere Luft kann generell mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu größeren Regenmengen führt. Besonders dramatisch ist die geringer werdende Zuggeschwindigkeit: Studien zeigen, dass Hurrikans, die sich langsamer bewegen, deutlich mehr Schäden anrichten.

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