Zu Fuß oder mit dem Radl unterwegs - in immer mehr Bezirken setzen die Wiener im Alltag auf aktive Mobilität, wie eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Erhebungen im Auftrag der Wiener Linien zeigt.
Unangefochtener Spitzenreiter ist die Innere Stadt. Dort werden im Schnitt 71 Prozent aller Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dahinter folgen Mariahilf und Neubau mit jeweils 62 Prozent sowie die Leopoldstadt mit 58 Prozent.
Auch auf der Wieden und in Margareten (56 Prozent), in der Landstraße (53 Prozent) sowie in Ottakring, in der Josefstadt und am Alsergrund (je 51 Prozent) liegt der Anteil über der 50-Prozent-Marke.
Zum Vergleich: Zwischen 2015 und 2019 schaffte das nur der 1. Bezirk. Jetzt sind es bereits zehn Bezirke. Am unteren Ende der Liste finden sich Liesing (34 Prozent), Simmering (32 Prozent) und die Donaustadt mit nur 31 Prozent aktiver Mobilität.
"Ein hoher Anteil der aktiven Mobilität hat vielfache Vorteile. Gehen und Radfahren sind platzsparend, umweltfreundlich, kostengünstig und gesund. Wer regelmäßig zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, stärkt seine Gesundheit und beugt vielen Erkrankungen vor", sagt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.
Auch beim Radfahren gibt es klare Unterschiede. Die Leopoldstadt ist mit 18 Prozent Radanteil Wiens Nummer eins. Dahinter liegen die Landstraße (16 Prozent) und die Innere Stadt (14 Prozent). Im Wien-Schnitt liegt der Radverkehr bei 9,5 Prozent. Schlusslicht ist Liesing mit vier Prozent.
Geht es rein ums Zu-Fuß-Gehen, ist ebenfalls die Innere Stadt top: 57 Prozent aller Wege werden dort zu Fuß erledigt. Mariahilf und Neubau kommen auf 51 Prozent, Wieden und Margareten auf 45 Prozent. Am wenigsten gegangen wird in der Donaustadt - dort sind es nur 24 Prozent.
Für den VCÖ ist klar: Die Bezirke können nachlegen. Verkehrsberuhigung, breitere Gehsteige, sichere Übergänge oder zusätzliche Durchgänge würden das Gehen attraktiver machen. Denn jeder Schritt zählt.