Die UNO-Generalversammlung hat am Mittwoch eine weitreichende Resolution zum Klimaschutz beschlossen. 141 Staaten stimmten dafür, lediglich acht Länder dagegen - darunter die Öl-Giganten USA, Russland, Saudi-Arabien und der Iran. Auch Israel, Jemen, Liberia und Belarus lehnten die Resolution ab.
Die Resolution fordert Staaten auf, ihre Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel stärker einzuhalten. Grundlage dafür ist ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das im Sommer 2025 veröffentlicht wurde.
In seinem Gutachten stellte das Gericht fest, dass es "rechtswidrig" sei, wenn Länder ihre Klimaziele vernachlässigen. Staaten könnten demnach sogar verpflichtet werden, geschädigten Ländern Schadenersatz zu leisten, heißt es weiter.
Angestoßen wurde die Initiative vom Inselstaat Vanuatu. Besonders kleine Inselstaaten sehen sich durch steigende Meeresspiegel und Extremwetter massiv bedroht. "Die Staaten und Völker, die die schwerste Last tragen, haben oft am wenigsten zum Problem beigetragen", sagte Vanuatus UNO-Botschafter Odo Tevi vor der Abstimmung.
Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete bereits im Februar, dass die Trump-Regierung andere Nationen dazu gedrängt habe, Druck auf Vanuatu auszuüben, damit dieser die Resolution zurückziehe.
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßte die Resolution. Sie ist allerdings rechtlich nicht bindend. Trotz des breiten Rückhalts zeigt die Abstimmung vor allem eines: Beim Klimaschutz verlaufen die Fronten weiterhin tief.