Die Herkulesstaude, besser bekannt als Riesen-Bärenklau, stellt in Österreich ein immer größeres Problem dar.
Die Pflanze kann laut Fachleuten erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen, insbesondere schwere Verbrennungen auf der Haut.
Paul de Jager, Vizepräsident des Wandervereins FLMP, warnt: "Oft sind sich die Menschen der Gefahr nicht bewusst, weil sie den Riesen-Bärenklau mit dem gewöhnlichen Bärenklau verwechseln.“
Der Kontakt mit dem Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht kann Verbrennungen bis zum dritten Grades hervorrufen, die nur langsam abheilen. Im vergangenen Jahr mussten zwei Erwachsene und ein Kind deswegen im Krankenhaus behandelt werden.
Wie "l'essentiel" berichtet, breitet sich die invasive Pflanze besonders schnell aus. Laut de Jager wächst der Riesen-Bärenklau fast hundertmal rasanter als heimische Arten. Das Problem habe sich in den letzten fünf Jahren deutlich verschärft.
Die Pflanze gedeiht vor allem an Straßenrändern, Flussufern, auf Wiesen, in Parks und in Gärten. Auch Vogelfutter kann zur Verbreitung beitragen, da es Samen enthalten kann.
Experten empfiehlt daher, Funde auf der Plattform Neobiota zu melden und nicht selbst Hand anzulegen. "Einige Hobbygärtner haben sich verbrannt, weil sie dachten, sie würden Unkraut entfernen." Die Entfernung sollte ausschließlich von Fachkräften durchgeführt werden.