Aufgrund der großen wirtschaftlichen Einbußen bedingt durch das Coronavirus und die damit einhergehenden Lockdowns und Schließungen von Gastronomie und Co. sah sich die österreichische Regierung gezwungen, hier massiv gegenzusteuern. Mehrere Unterstützungspakete wurden geschnürt, um Betroffenen unter die Arme zu greifen. Unter anderem gab es auch den Umsatzersatz: Gastronomen und Hoteliers konnten die finanziellen Hilfen seit Anfang November beantragen. In den ersten drei Wochen sind laut dem Finanzministerium71.886 Anträge in einem Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro eingegangen.
Auch der deutsche Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte Anfang November angekündigt, dass die Regierung den Unternehmen, die im zweiten Lockdown schließen mussten, rasch und unkompliziert helfen werde.
Es wurde ein großzügiges Rettungspaket geschnürt: Die meisten betroffenen Unternehmen, vor allem Gastronomen, Hotels, Freizeit- und Kultureinrichtungen, sollen - ähnlich wie in Österreich - einen Teil ihrer Umsätze aus dem November und Dezember des Vorjahres bekommen (75%). Bislang hat sich diesbezüglich in Deutschland aber noch nicht viel getan. Die Zahlungen sollen erst Mitte Januar beginnen, so die Investitionsbank Berlin.
Zu den Verzögerungen der Auszahlungen, für die sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundestag entschuldigte, kam es, weil an der dafür nötigen Software noch gearbeitet werde. Aufgrund der Verzögerung reagiert die deutsche Bundesregierung nun jedoch mit einer Überbrückungsmaßnahme: die Abschlagszahlungen an Unternehmen bei der November- und der Dezemberhilfe soll von bisher 10.000 auf 50.000 Euro erhöht werden. Für viele größere Unternehmen haben die bisherigen Direkt- und Abschlagszahlungen - die provisorisch statt der regulären Hilfen ausbezahlt werden - allerdings nicht wirklich ausgereicht.