Warum Gesundheitsakte "dümmste Lösung" ist

Am Mittwoch tritt nach jahrelangen Diskussionen in der Steiermark und in Wien die elektronische Gesundheitsakte ELGA in Kraft. Kritik am neuen elektronischen Krankenblatt kommt vor allem von Ärzten und Datenschützern.

in Kraft. Kritik am neuen elektronischen Krankenblatt kommt vor allem von Ärzten und Datenschützern.

Kritik kommt zum einen von den Ärzten selbst, die einen großen Verwaltungsaufwand befürchten; außerdem könne sich kein Mediziner darauf verlassen, was er einsehen kann, so Herwig Lindner von der Ärztekammer Steiermark, "zumal der Patient selbst auch Medikamente und Diagnosen, die ihm unangenehm sind, wenn die im ELGA stehen, auch selbst rauslöschen kann. Das heißt: Ich kann mich nicht verlassen."
Datenschützen schlagen Alarm

Auch Datenschützer schlagen Alarm: ELGA sei ein teures bürokratisches Monster mit Sicherheitsmängeln, sagt Datenschützer Hans Zeger. "Es ist so ziemlich die dümmste Lösung, die man sich ausdenken kann, denn die Daten sind zwar verstreut abgelegt, werden aber über einen zentralen Server verwaltet. Das heißt: Wenn ich mich über den zentralen Server einklinken kann, dann habe ich den Zugriff auf alle Daten", kritisiert der Datenschützer.

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