Warum hat das Klima eigentlich die Krise?

Das Ökosystem der Erde ist in Gefahr.
Das Ökosystem der Erde ist in Gefahr.iStock
Das Ökosystem ist in Gefahr, Schuld daran ist der Mensch. Doch wir haben es auch in der Hand, unser Verhalten zu ändern und den Planeten zu retten.

Dürre, Hitzewellen, Stürme, Überflutungen, Artensterben: Die Auswirkungen der vom Menschen verursachten Erderwärmung sind für alle spürbar und sichtbar geworden. Doch noch ist es nicht zu spät, noch gibt es Hoffnung, das Ruder herumzureißen.

Was sind die Ursachen für die Klimakrise?

Sie wird durch den Treibhauseffekt ausgelöst. Der Mensch produziert durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern (Erdöl, Gas, Kohle) etwa beim Autofahren, Fliegen oder Heizen zu viel Kohlendioxid. Dieses und andere Gase (zum Beispiel Methan, das bei der Rindfleischproduktion entsteht) verhindern, dass von der Sonne kommende Wärme wieder in das Weltall zurückgestrahlt werden kann. Folge: Die Erde heizt sich auf, das Eis auf den Polkappen schmilzt.

"Fieberkurve" senken

Um die Klimakrise zu stoppen oder zumindest beherrschbar zu machen, müssen wir daher den Ausstoß von Treibhausgasemissionen drastisch reduzieren.

Jedes Zehntelgrad ist zu viel

Bereits heute liegt die mittlere globale Temperatur um rund 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau.

Abkommen von Paris

Um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise noch abwenden zu können, haben sich 197 Staaten 2015 im Pariser Klimaschutzabkommen darauf geeinigt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Bei diesem Wert wird angenommen, dass die Auswirkungen (etwa Anstieg des Meeresspiegels) noch beherrschbar sind.

Menschheit ist säumig

Doch mit den derzeitigen Klimaplänen kann diese Begrenzung auf 1,5 Grad nicht erreicht werden. Die EU hat zwar eine CO2-Reduktion von 55 Prozent bis 2030 geplant, ist aber weit davon entfernt. Im Gegenteil: Die Emissionen steigen.

Verheerende Folgen

1,5 Grad sind daher fast schon illusorisch. "Wir steuern auf drei Grad zu", warnt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von Global 2000. Eine um drei Grad wärmere Welt wäre in vielen Regionen unbewohnbar. Der Meeresspiegel würde um 15 Meter steigen, Millionenstädte wie New York, Amsterdam oder Mumbai wären Geschichte. Der Sommer mit Hitzewellen, Waldbränden und Extremereignissen war nur ein kleiner Vorgeschmack.

Nichts tun wird teuer

Laut Wegener Center in Graz könnten die Schäden in Österreich – Dürre, Hochwasser, Hitzewellen, Borkenkäfer-Befall etc. – bis 2050 bis zu zwölf Milliarden Euro jährlich ausmachen.

Es gibt Hoffnung

Corona hat gezeigt, dass die Menschheit die Fähigkeit hat, Krisen zu meistern. Noch gibt es Hoffnung, die ärgsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Dafür muss aber rasch gehandelt werden.

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