Warum heute im ganzen Land die Sirenen aufheulen

Bundesweit werden heute mehr als 8.200 Sirenen getestet, allein in Wien befinden sich 179.
Bundesweit werden heute mehr als 8.200 Sirenen getestet, allein in Wien befinden sich 179.Getty Images/iStockphoto
Wie jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober findet auch heute ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm statt. Was zu beachten ist.

Der Probealarm der Sirenen dauert heute deutlich länger, als gewohnt. Von 12 bis 12:45 Uhr sind nach dem Signal "Sirenenprobe" die drei Zivilschutzsignale "Warnung", "Alarm" und "Entwarnung" im ganzen Bundesgebiet zu hören. Insgesamt werden mehr als 8.200 Sirenen getestet, allein in Wien befinden sich 179.

"Richtig verhalten, richtig handeln"

Diesen XXL-Probealarm gibt es seit 1998 jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober und dient nicht nur der technischen Überprüfung. Auch die Bevölkerung soll mit den Signalen vertraut gemacht werden. Ausgelöst wird der Alarm von der Bundeswarnzentrale im Innenministerium. 

Insgesamt werden die Sirenen vier Mal aufheulen - nach dem Signal "Sirenenprobe" (12 Uhr) sind die drei Zivilschutzsignale "Warnung" (12:15 Uhr), "Alarm" (12:30 Uhr) und "Entwarnung" (12:45 Uhr) zu hören:

Zivilschutz-Alarmsignale
Zivilschutz-AlarmsignaleR. Waxmann / APA-Grafik / picturedesk.com

"Wenn die Sirenen aufheulen, heißt das für die Bevölkerung und uns alle: richtig verhalten, richtig handeln. In kritischen Fällen wird die Bevölkerung gewarnt und die Einsatzkräfte werden verständigt. Darunter auch unsere Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres", sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zum Probealarm. Wie wichtig der Zivilschutzalarm ist, habe man beispielsweise bei den zahlreichen Hochwassereinsätzen im Sommer gesehen. 

Sirenentelefon und Zivilschutz-App

Von 11 bis 14 Uhr ist in Wien das Sirenentelefon unter 01/4000-7524 in Betrieb. Hier können Störungen, sowie zu laute oder zu leise Sirenen gemeldet werden.

Im Zuge der Sirenenprobe kommt auch die Zivilschutz-Funktion der kostenlosen "Stadt Wien"-App auf Smartphones zum Einsatz (Android und iOS). Der Dienst kann in der App abonniert werden (unter "Echtzeit-Informationen") und informiert via Push-Nachricht über Aktuelles und Verhaltensanweisungen im Falle von Krisen in Wien. Das beinhaltet auch Zivilschutz-Alarme und Zivilschutz-Probealarme.

Für den Fall eines Blackouts

Der Ring zu den Landeswarnzentralen ist übrigens abgesichert und funktioniert auch im Fall eines Blackouts. Für Innenminister Karl Nehammer "eine der größten Bedrohungen für moderne Staaten. Ohne Strom sind die Versorgungssicherheit, der Verkehr, die Kommunikation und nicht zuletzt die öffentliche Sicherheit bedroht. Die Polizei ist mit allen Aufgaben 72 Stunden durchhaltefähig und kann dann einen Notbetrieb gewährleisten".

HIER >> So bereitet sich Österreich auf ein Blackout vor 

Hier stehen die Sirenen in der Stadt Wien.
Hier stehen die Sirenen in der Stadt Wien.Stadt Wien

Im Fall eines Blackouts sei das koordinierte Vorgehen aller zuständigen Behörden und Organisationen entscheidend. Aus diesem Grund wird das Innenministerium im November dazu auch zu einer Koordinierungssitzung von Bund, Ländern und Einsatzorganisationen laden.

HIER >> Blackout: So schlecht sind wir Österreicher vorbereitet

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