Seit dem Tod von König Harald V. (†89) am 28. August stehen König Haakon VIII. (53) und Königin Mette-Marit (53) an der Spitze des norwegischen Königshauses. Eines hat sich dabei aber nicht geändert: ihre Adresse.
Dem Paar steht seit der Thronbesteigung die rund 950 Quadratmeter große Königswohnung im Osloer Schloss zu. Bewohnt wird sie nicht. Haakon und Mette-Marit leben weiterhin auf dem Gut Skaugum in Asker, rund 19 Kilometer vor der Hauptstadt. Einen Umzugstermin hat der Hof bislang nicht genannt.
Der Grund ist banaler, als viele vermuten. Das Schloss ist zwar die offizielle Residenz des Monarchen, dient aber in erster Linie Staatsgeschäften und Repräsentation. Als privates Zuhause spielt es eine deutlich kleinere Rolle.
Skaugum ist dagegen seit 2003 der Lebensmittelpunkt der Familie. Das Herrenhaus wurde 1932 errichtet, zum Anwesen gehören rund hundert Hektar Acker- und Waldfläche.
Royal-Experten rechnen nicht mit einem raschen Wechsel. Gehandelt wird das Jahr 2027, manche gehen davon aus, dass das Paar erst nach der Hochzeit von Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) aus Skaugum auszieht.
Der Royal-Kenner Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen verwies gegenüber der Zeitung "Aftenposten" auf den enormen organisatorischen Aufwand: "Aus praktischen Gründen wird es einige Zeit dauern, bis der neue König dort einzieht."
Tradition hat das allemal. König Olav V. blieb nach seiner Thronbesteigung ebenfalls zunächst auf Skaugum. Harald und Königin Sonja (89) wiederum lebten nach Olavs Tod 1991 noch rund zehn Jahre dort, während die Königswohnung renoviert wurde. Erst 2001 bezogen sie den Palast.
Auf dem Gelände von Skaugum wohnt übrigens noch jemand. Das Haus von Marius Borg Høiby (29), dem Sohn der Königin aus einer früheren Beziehung, steht nur wenige Hundert Meter vom Hauptgebäude entfernt am Waldrand. Dort verbringt er derzeit seinen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel, während sein Berufungsverfahren läuft.