Holt sich der LASK den ersten Titel seit dem Double 1965, oder gelingt Altach der erste Coup der Vereinsgeschichte? Diese Frage wird am Freitag im Klagenfurter Wörthersee Stadion beantwortet. Da steigt das ÖFB-Cupfinale zwischen den Stahlstädtern und dem Ländle-Klub, mit einem klaren Favoriten: dem Bundesliga-Tabellenführer aus Oberösterreich. Und mit der Chance für Trainer Didi Kühbauer, den Cup-Titel zu verteidigen. 2025 hatte der Coach mit Wolfsberg zugeschlagen.
Das Finale wird aber wohl in ganz Österreich besonders genau verfolgt. Denn der Ausgang hat auch Auswirkungen auf die Bundesliga – zumindest auf die Verteilung der internationalen Startplätze.
Klar ist: Der Meister der heimischen Bundesliga startet nächste Saison im Play-off des Meister-Wegs zur Champions League, nimmt der Titelträger diese Hürde, wäre die "Königsklasse" erreicht. Kniffliger wird es da schon für den Vizemeister. Der muss im Liga-Weg zur Eliteliga bereits in der zweiten Qualifikationsrunde einsteigen und damit drei Runden überstehen. Der Cupsieger erhält einen Startplatz in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League.
Ab hier wird es kompliziert. Sollte der LASK nämlich den Cup-Titel holen und Meister oder Vizemeister werden, würden die Oberösterreicher freilich in der Champions-League-Qualifikation an den Start gehen. Dann würde der Platz in der Europa-League-Qualifikation an den Liga-Dritten gehen. Bleiben noch zwei weitere Plätze in der Conference-League-Qualifikation – jeweils mit Einstieg in der zweiten Runde. Diese würden an den Liga-Vierten, sowie an den Sieger des Europacup-Play-offs der heimischen Liga gehen. Dieses würde zunächst der Liga-Siebte gegen den Liga-Achten spielen, der Sieger aus diesem Duell dann gegen Fünften der heimischen Meisterschaft. Der Liga-Sechste ist jedenfalls fix raus.
Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Besonders kompliziert wird es jedenfalls, wenn Altach als Mannschaft aus dem unteren Play-off den Cup-Titel einfahren würde. Dann wäre der Platz in der Europa-League-Qualifikation den Vorarlbergern sicher, würde es "oben" ein Europacup-Ticket weniger geben. Dann müsste nämlich auch der Liga-Vierte ins Europacup-Play-off – konkret würde der Siebte oder Achte, je nachdem, welchen Tabellenrang Altach dann final belegt, gegen den Fünften der heimischen Meisterschaft spielen, der Sieger aus diesem Duell dann gegen das viertplatzierte Team.
Vierter und Fünfter – das sind aktuell die beiden Wiener Großklubs Rapid und Austria. Damit dürfte wohl klar sein, dass die Mannschaften des oberen Play-offs jedenfalls dem LASK die Daumen drücken werden. Mit dem Schlusspfiff am Freitagabend sind wir jedenfalls ein bisschen schlauer und wissen, welche Liga-Plätze für das internationale Geschäft reichen werden.