Tiere

Warum Tierschützer jetzt Aktien bei Burberry kaufen

Die Tierschutzorganisation PETA kauft Aktien bei Burberry und Co., Luxusmodemarken ihrer natürlichen Feindbilder. Was steckt dahinter?
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:52

PETA, die größte Tierschutzorganisation der Welt, ist dafür bekannt, Modefirmen, deren Produktionsweise Tieren Leid zufügt, zu kritisieren, die Missstände aufzuzeigen und in Kampagnen, Protesten und (versteckten) Dokumentationen darauf hinzuweisen.

Genau die gleichen Tierschützer kaufen sich jetzt gerade bei eben jenen Firmen ein, die sie so stark unter Beschuss stellen. Dahinter steht ein genialer Plan.

Coronakrise lässt Aktienpreise von Modemarken sinken

Mit Spendengeldern gelang es PETA, eine schlaue Investition zu tätigen. Sie kauften sich bei mehreren Luxuslabels ein, wie PETA USA in einer Pressemitteilung bestätigte und besitzen nun Anteile von fast zwei Dutzend Modeunternehmen, unter anderem LVHM sowie Marken wie Burberry, Ralph Lauren, Urban Outfitters und Guess. Dazu kommt ihnen das wirtschaftliche Ausmaß der aktuellen Krisensituation nicht ungelegen. Der Coronakrise haben sie es zu verdanken, dass auch die Aktien der Luxusmarken einbrechen und sie dementsprechend mehr Anteile an den Unternehmen erhalten können.

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Als Aktionär Veränderung von innen erzielen

Als Aktionär hat man das Recht, bei den Hauptversammlungen dabei zu sein und somit auch mitzubestimmen und Entscheidungen von innen zu beeinflussen. Somit können sie mehr Veränderung und Umdenken bewirken, wenn sie selbst Teilhaber des Unternehmens sind. Ziel sei es, "die Modemarken dazu zu bringen, die Nutzung von Wolle, Mohair und Kaschmir einzustellen", wie die Organisation in der Pressemitteilung erklärte. Bei Prada und Hermes ist ihnen das auch schon teilweise gelungen. Dabei wollen sie keineswegs den Ruin eines Unternehmens erzielen, sondern eine tierfreundliche Herstellung erwirken. Ethik und Moral werden so vielleicht doch der neue Luxus der Modeindustrie.

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