Warum zündet man sich für einen Netz-Trend an?

Brandi Owens rettete ihre zwölfjährige Tochter, als sie brennend durch die Wohnung lief. Das Mädchen hatte sich für einen "Trend" angezündet. Warum?

Die Mutter aus Michigan hörte einen Knall, dann lief ihre zwölfjährige Tochter Timayah Owens brennend durch die Wohnung. Die Mutter kann die Flammen löschen, bringt ihr Kind ins Spital. Timayah erleidet schwerste Verbrennungen, gut die Hälfte ihres Körpers ist irreparabel entstellt. Das Kind muss nun wochenlang durch einen Schlauch Nahrung aufnehmen.

Im Spital erfährt Brandi Owens auch, dass es kein Unfall war. Timayah wollte an der "Fire Challenge" (Feuer-Herausforderung) teilnehmen. Dabei übergießen sich Menschen mit einer brennbaren Flüssigkeit und stecken sich selbst in Brand. Während sie davon ein Video machen, um es in den sozialen Netzwerken zu teilen, dämpfen sie die Flammen aus, bevor es zu Verletzungen kommen kann.

Der wortwörtlich brandgefährliche Trend sorgt seit 2014 für zahlreiche Verletzte. Zurück bleiben ratlose Eltern: Was bringt ihre Kinder dazu, sich selbst anzuzünden? "Es geht häufig darum, dass man anderen Leuten etwas beweist, es geht um Mutproben", versucht Soziologe Philipp Ikrath eine Erklärung. Es brauche mehr Aufklärung – auch darüber, dass wirklich mutig ist, wer "Nein" zu solchen Aktionen sagt. (rfi)

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