Was hilft gegen die Einsamkeit in der Krise?

In Zeiten von Corona stehen wir vor großen Herausforderungen. Vor allem für allein lebende Menschen ist der Verzicht auf die sozialen Kontakte schwer. Doch Psychologen haben Tipps gegen die Folgen der Isolation.

Niemand weiß genau, wie lange diese Krise andauern und wie es danach weitergehen wird. Aufgrund der strikten Maßnahmen verbringen wir nun fast unsere gesamte Zeit in den eigenen vier Wänden.

Ein Stück Alltag

Kurze Spaziergänge sind erlaubt, doch vor allem für allein lebende Menschen ist diese Isolation eine besondere Herausforderung. Es gibt jedoch einige Tipps, die dabei helfen, mit der Situation umzugehen.

Laut Gesundheitspsychologen ist es enorm wichtig, sich ein Stück Alltagsrhythmus beizubehalten. Auch wenn es in der Isolation schwierig ist, sollte man etwa zur selben Zeit (wie üblich) aufstehen und auch zu Bett gehen. Tagsüber lässt sich Zeit für Bewegung und Sport oder einen kurzen Spaziergang einplanen. Auch solltest du nicht auf jene Dinge vergessen, die dir Spaß machen, wie etwa Kochen, Lesen oder deine Lieblingsserie. Damit kannst du deinen Tag gut strukturieren.

Zeit für längere Gespräche

Diese Zeit lässt sich laut Experten vor allem für jene Dinge nutzen, die wir schon länger aufschieben. Die sozialen Kontakte zu unseren engsten Freunden und Familienmitgliedern bleiben aufgrund digitaler Kanäle erhalten.

Es bietet uns auch die Gelegenheit einmal länger Gespräche zu führen, weil wir nicht ständig zum nächsten Termin hetzen müssen. Wir können etwa Freunde anrufen, die wir schon lange nicht gehört haben oder einfach mal genießen, dass wir jetzt weniger zu erledigen haben.

Leute, die im Home Office arbeiten, müssen sich ebenfalls neu orientieren. Dies kann vor allem in den eigenen vier Wänden viel Stress verursachen. Laut Psychologen ist für das Büro daheim unbedingt ein eigener Arbeitsplatz notwendig, der räumlich getrennt ist.

Weil nun Arbeit und Entspannung so nahe beisammen liegen, fällt es schwer abzuschalten. Dabei helfen eindeutige Signale, wie etwa den Laptop zuzuklappen, sich in anderen Räumen aufhalten oder ein anderes Outfit.

Rituale geben Sicherheit

Für Paare, die sich nun auf engstem Raum aufhalten, gibt es ebenfalls einige Tipps, wie man Streit vermeidet. So soll man etwa Konflikte oder schlechte Laune frühzeitig ansprechen. Auch muss man nicht alles gemeinsam machen. Es ist sogar wichtig, dass sich der Partner auch mal mit anderen Dingen beschäftigt. Beim Fernsehen kann man beispielsweise Kopfhörer verwenden.

Weil diese Isolierung und auch die unsichtbare Bedrohung durch dieses Virus für Ängste sorgen können, raten Psychologen dazu, sich nur auf zuverlässige Informationen zu verlassen. Die Rituale im Alltag geben ebenfalls Sicherheit.

Diese Krise bietet auch einige Chancen, wie etwa die Möglichkeit zur Entschleunigung. So hat man nun Zeit für das Wesentliche, wie etwa Sachen für sich selbst zu tun (eine Fortbildung, etwas neues lernen, etc.), Familien können viel mehr Stunden gemeinsam verbringen und genießen.

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