So denken Österreicher zwischen 14 und 29 Jahren über Politik, Urlaub, Mobilität und Geld: Für den neuen "Jugend Trend Monitor" befragten DocLX Holding und Marketagent.com 3.115 Menschen zwischen 14 und 29 Jahren.
ÖVP im Vormarsch
Die Studie zeigt, dass die Jungen heute konservativer sind, als frühere Generationen. Im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl am 15. Oktober gaben 24 Prozent an, die Liste Sebastian Kurz zu unterstützen und 23,9 Prozent gäben der FPÖ ihre Stimme. Die SPÖ kommt dagegen nur auf magere 13,1 Prozent und die Grünen auf 9,7 Prozent. Maturanten bevorzugen die neue ÖVP (29,5 Prozent), während Befragte ohne Matura eher auf die FPÖ reflektieren (29,1).
Nur etwa die Hälfte sagt ja zur EU
In der großen Jugendumfrage wurde auch die Haltung zur Europäischen Union ergründet. Nur etwas mehr als die Hälfte (53,1 Prozent) der heimischen Jugend steht der EU positiv gegenüber, die Männer mit 55,9 Prozent mehr als die Frauen.
"Bemerkenswert ist, dass die Begeisterung für das gemeinsame Europa mit dem Alter abnimmt", sagt DocLX-Mastermidn Alexander Knechstberger. Die Jugendlichen (14 bis 19 Jahre) befürworten die EU zu 73,6 Prozent, bei den 25- bis 29.Jährigen sind es nur mehr 36,7 Prozent.
Immerhin 60,8 Prozent sind pro Euro und mehr als 80 Prozent sprechen sich klar gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus. Die wichtigsten Erwartungen an die EU sind Terrorismusbekämpfung (58,6 Prozent), klare Lösungen bei der Einwanderungspolitik (56,6 Prozent) und die Förderung von internationalem Frieden (52,4 Prozent).
Als größten Vorteil nehmen die Jungen die Reisefreiheit innerhalb Europas wahr (64,3 Prozent), der offensichtlichste Nachteil ist der zunehmende Konkurrenzdruck auf kleine Unternehmen und Landwirte (48,7 Prozent). Für Maturanten überwiegen die Vorteile der EU mit 52,6 Prozent, bei Befragten ohne Matura sind es nur noch 32,6 Prozent.
Junge Tiroler sind die stolzesten Österreicher
Nur knapp 40 Prozent der Jungen fühlen sich ihrem Bundesland zugehörig. Im Westen und Süden des Landes ist der Nationalstolz stärker ausgeprägt: Spitzenreiter sind Tirol (59,5 Prozent) und Vorarlberg (59 Prozent). Am wenigstens ihrem Bundesland zugehörig empfinden sich die Wiener mit 24,3 Prozent.
Urlaub daheim
Die schönsten Wochen des Jahres verbringen 14- bis 29-Jährige mit Abstand am liebsten in Österreich (61,9 Prozent), gefolgt von Italien (47,8 Prozent) und Kroatien (43,1 Prozent). Urlaub mit Freunden steht am höchsten im Kurs (59,2 Prozent). Im Schnitt machen die Jungen zwei private Reisen pro Jahr. Ihre größte Angst bei der Urlaubsplanung gilt der Terrorbedrohung (42 Prozent).
Führerschein noch immer sehr wichtig
Die Studie beschäftigt sich auch seit fünf Jahren mit dem Thema Mobilität der Zukunft. So wird klar: Der Führersein ist immer noch enorm wichtig (75 Prozent), auch ein eigenes Auto, allerdings nur für 41,7 Prozent. Dieses steht für die Mehrheit für Freiheit und Unabhängigkeit (63,6 Prozent).
Mehr als die Hälfte der jungen Österreicher stehen Car-Sharing positiv gegenüber, besonders Frauen (55,4 Prozent), genau wie Uber (52,3 Prozent). Diesel bleibt trotz Skandal der beliebteste Treibstoff (40,4 Prozent).
(sk)