Was tun, wenn mein Hund einen Hitzschlag bekommt?

Auch unsere Hunde können bei der heranrollenden Hitzewelle Probleme bekommen.
Auch unsere Hunde können bei der heranrollenden Hitzewelle Probleme bekommen.
Getty Images/iStockphoto
Die heranrollende Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der 30 Grad kann auch für unsere Hunde problematisch werden. Das solltest du tun!

Ein heißer Sommer ist für manche Segen, für andere Fluch. Während wir Zweibeiner meistens ganz gut mit der sengenden Sonne zurechtkommen und vor allem die ersten paar Tage durchaus genießen, ist es für manche Hunde ein wahrer Alptraum. Wie du deinen Liebling vor einem Hitzschlag schützen kannst? Hier ein paar Informationen und Tipps:

1Auf das Hecheln achten

Die wenigen Schweißdrüsen an den Pfoten reichen natürlich nicht, um den Hund abzukühlen, also hechelt er. Er kühlt so die Luft im Vorfeld beim Einatmen ab und kann so ein bisschen die ansteigende Körpertemperatur regulieren. Alarmierend wird es erst dann, wenn das Hecheln "kurzatmig" wird und der Hund offenbar nach Sauerstoff ringt - dann kann eine Überhitzung vorliegen, da der Hund die überschüssige Wärme nicht mehr abgeben kann.

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2Die Rasse spielt keine Rolle

Natürlich sind die "Kurznasen" wie Mops & Co. ein wenig mehr belastet, aber grundsätzlich kann jeden Hund ein Hitzschlag treffen, der zu lange heißen Temperaturen ausgesetzt wird. Wir erwähnen hier nochmal eindringlich: NIEMALS einen Hund alleine im geparkten Auto sitzen lassen!!!!

3Drei Stadien

Ein Hitzschlag geht beim Hund schnell und wird ab einer Körpertemperatur von 40 Grad Celsius erreicht. Hier hat der Hund schon Kreislaufprobleme und gehört dringend gekühlt, denn nur bei weiteren drei Grad schwebt der Hund in akuter Lebensgefahr, da er von innen austrocknet.

1. Stadium:

- unruhige Bewegungen und verzweifelte Versuche einen Schattenplatz zu finden;

- kurzatmiges und flaches Hecheln;

- verfärbte Schleimhäute und sabbern;

- Krämpfe;

2. Stadium:

- Erschöpfungszustand;

- taumeln und mögliches Erbrechen;

- teilnahmslos;

3. Stadium:

- Bewusslosigkeit/Hitzekollaps = SOFORT zum Veterinär in stabiler Seitenlage und einem kalt-nassen Handtuch gewickelt!

4Was kann ich also tun?

Folgende Sofortmaßnahmen sollten beim Verdacht auf einen drohenden Hitzschlag getroffen werden:

- einen schattigen Ort aufsuchen und den Hund mit kaltem (nicht eiskalt) Wasser kühlen. Zuerst die Pfoten und dann den Körper mit kalten Tüchern.

- Wenn es zuhause passiert, den Hund sofort reinbringen und ihn beispielsweise auf kühlen Fliesen ablegen. Immer genügend Trinkwasser bereitstellen.

5Hitzschlag kann vermieden werden

Damit dein Hund den Sommermit all seinen Vorteilen genauso genießen kann, gibt es natürlich ein paar Tricks: 

Lange Spaziergänge, wenn möglich in die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegen. Zu Mittag ist auch der Asphalt für die Hundepfote eine Katastrophe und es kommt gar nicht so selten zu leichten Verbrennungen an den Ballen.

Vor allem im Hundesport werden gerne sogenannte "Kühlmäntel" verwendet - eine tolle Sache. Man taucht sie ins kalte Wasser, wringt sie aus und zieht sie dem Hund an. Die besonderen Zellen im Stoff speichern das Wasser, sorgen aber dafür, dass der Hund nicht nass wird. Mit diesem wasseraktivierten Kühlsystem sorgen sie für eine gute Wärmeverteilung und beugen die Überhitzung vor.

Mach' mal Pause

Hundesport, Radfahren oder Joggen mit dem Hund sollte an besonders heißen Tagen verschoben werden. Geh mit ihm lieber an einen Bach oder See und genieße die Zweisamkeit im Wasser mit ihm. Das regelmäßige Abkühlen der Pfoten, wenn du mit ihm durch ein Flussbett läufst, ist eine großartige Sache für seine Körpertemperatur und macht obendrein noch total viel Spaß.

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