Wasserwerfer-Opfer fast blind: 120.000 Euro Schmerze...

Das Bild von Dietrich Wagner ging um die Welt. Als er bei Protesten gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" am 30. September 2010 von einem Polizei-Wasserwerfer am Kopf getroffen wurde, blutete er aus völlig zugeschwollenen Augen. Er ist heute fast blind und bekam nun sechs Jahre später Schmerzensgeld angeboten.

Das Bild von Dietrich Wagner ging um die Welt. Als er bei Protesten gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" am 30. September 2010 von einem Polizei-Wasserwerfer am Kopf getroffen wurde, blutete er aus völlig zugeschwollenen Augen. Er ist heute fast blind und bekam nun sechs Jahre später Schmerzensgeld angeboten.

Das Land Baden-Württemberg machte mehreren Opfern des Polizeieinsatzes im Stuttgarter Schlossgarten Angebote für Schmerzensgeld.

Dem an den Augen schwer verletzten und daher fast vollständig erblindenden Rentner Dietrich Wagner wurden 120.000 Euro angeboten, sagte dessen Anwalt. Die Angebote würden geprüft, sie seien zumindest diskutabel, sagte der Jurist.

Schwere Verletzungen erlitten

Wagner wurde damals mit schweren Prellungen, zerrissenen Augenlidern, einem Augenbodenbruch, einer eingerissenen Netzhaut und zerstörten Linsen ins Spital gebracht.

Der Mann sagte damals dem "Stern", er habe vom Wasserstrahl erfassten Jugendlichen helfen wollen und daher in Richtung der Polizei gewunken, sie solle aufhören, als er getroffen wurde. Später räumte Wagner ein, als "symbolischen Akt" einige Kastanien in Richtung der Polizei geworfen zu haben, allerdings nicht direkt vor dem Wasserwerfer-Vorfall.

Einsatz war rechtswidrig

Vier weitere Demonstranten, die ebenfalls schwer verletzt worden waren, sollen vier- bis fünfstellige Beträg erhalten. Vor etwa einem Jahr stellte das Verwaltungsgericht Stuttgart fest, dass der Einsatz der Polizei rechtswidrig war.

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