Wau! Dieser süße Hund ist jetzt SPÖ-Mitglied

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Foto: LattingerBild: zVg
In Deutschland nimmt es die SPD mit neuen Mitgliedern nicht so streng. „Heute" testete, ob auch bei der Schwesterpartei SPÖ Hunde oder andere Tiere in die Partei eintreten können.
Zugegeben, die Idee ist nicht von uns. In Deutschland können nun SPD-Mitglieder darüber abstimmen, ob ihre Partei in eine neue GroKo, also Große Koalition, eintreten soll oder nicht. Die Debatte verläuft durchaus emotional und bekommt nun zusätzlich eine heitere Note: Denn Mitglied der SPD konnte bis zu einem bestimmten Termin jeder werden, auch ein Hund.

Also wagten Kollegen der "Bild" ein Experiment. Sie meldeten Hund "Lima" als SPD-Mitglied an und waren erfolgreich. Er kann jetzt an der Abstimmung teilnehmen, vielleicht aber auch nicht, denn eigentlich müsste er eine eidesstattliche Erklärung abgeben, aber dazu gleich mehr. Hier die Story nachlesen

Am wenigsten begeistert zeigte sich die SPD, die sich Dienstagabend entschloss, die "Bild" vor den Presserat zu bringen, Ob Hund "Lima" dabei als Zeuge gehört wird, ist noch unklar. Jedenfalls steht auch eine Straftat im Raum, denn eine falsche eidesstattliche Erklärung abzugeben, ist illegal. Und ohne, so behauptet die SPD, geht bei der Mitgliederbefragung gar nix.

Die Aktion der "Bild" löst nicht überall Heiterkeitsattacken aus.

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Wau, ich bin jetzt bei der SPÖ

Wie aber schaut das in Österreich aus? Kann auch hier ein Hund, eine Katze, eine Eidechse SPÖ-Mitglied werden? Das wollten wir ausprobieren und setzten "July" ein.

"July" ist ein Boarder Collie und eigentlich unpolitisch. Doch bei der Mitgliederbefragung über das neue SP-Programm würde sie gerne mitmachen, also das nehmen wir einmal an (und ignorieren, dass ihre Fellfarbe schwarz ist).

"Heute" meldete die Hündin daher auf der SP-Homepage als "Gastmitglied" an. Kurz darauf die Bestätigung: "Vielen Dank und herzlich willkommen! Deine Daten wurden erfolgreich registriert." Man ist also per Du miteinander.

Das Mail endet mit einem "Herzliche (Gast-)Freundschaft!"

Mailtext wird geändert

Werden Neumitglieder eigentlich kontrolliert? Wir fragen bei der SPÖ an und die beweist (keine Überraschung) mehr Humor als die deutsche Schwesterpartei. "Wir gleichen die Daten mit der Wählerevidenz ab. Gibt es Unregelmäßigkeiten, wird das überprüft", so ein SP-Sprecher. Manipulation sei auszuschießen. Und: Gastmitglieder dürfen über das Programm ohnedies nicht abstimmen. Der "missverständliche" Mailtext werde geändert.

Unsere Aktion war also doch nicht komplett sinnlos. Gottlob! (red)

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