Fussball

Wechsel-Panne und zwölf Mann, aber Bayern behält Sieg

Der Wechsel-Fehler von Bayern München beim 4:1-Erfolg in Freiburghat keine Folgen. Die Münchner behalten den klaren Sieg. 
Heute Redaktion
08.04.2022, 13:14

Am vergangenen Samstag hatten die Bayern mit einer peinlichen Panne für heftige Diskussionen gesorgt, dabei stand auch ÖFB-Legionär Marcel Sabitzer im Mittelpunkt. Bei einem Doppelwechsel in der 86. Minute hielt Teammanagerin Kathleen Krüger die alte Nummer von Kingsley Coman in die Luft. Dadurch fühlte sich kein Bayern-Spieler angesprochen, verließ auch Coman nicht das Feld. Währenddessen lief Sabitzer schon auf den Platz. So spielten die Münchner für 17 Sekunden mit zwölf Mann. Referee Christian Dingert hatte die Partie wieder freigegeben. 

Die Aktion löste eine minutenlange Unterbrechung aus, in der heftig mit den Offiziellen diskutiert wurde. Sabitzer hätte als nicht einsatzberechtiger Spieler auch die gelbe Karte sehen müssen.

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Einspruch abgewiesen

Nach dem Spiel protestierte Freiburg gegen das Ergebnis des Spiels. Dies war auch notwendig, denn der DFB wäre von sich aus nicht tätig geworden. Am Freitag teilte das DFB-Sportgericht schließlich das Urteil mit: Der Einspruch der Breisgauer wurde abgewiesen. 

Die Begründung dafür: "Dem FC Bayern kann der schuldhafte Einsatz eines nicht einsatzberechtigten Spielers nicht angelastet werden." Vielmehr sei es ein Verstoß des Schiedsrichtergespanns um Dingert und den Vierten Offiziellen Arno Blos gewesen. 

Schuld bei Schiedsrichter

Demnach seien die Pflichten des Schiedsrichter-Teams in der Regel 3 klar festgehalten. "Diesen Pflichten ist das Schiedsrichterteam in mehrfacher Hinsicht schuldhaft nicht nachgekommen. Der Vierte Offizielle hat die beiden Auswechselspieler auf das Spielfeld gewiesen, ohne dass er - ebenso wie der Schiedsrichter - darauf geachtet hatte, ob zuvor die auszuwechselnden Spieler den Platz verlassen hatten. Ihren Prüfpflichten hinsichtlich Spieleranzahl und Mannschaftsstärke sind sie nicht nachgekommen. Schließlich hat der Unparteiische die Begegnung fortgesetzt, ohne dabei erneut auf die zulässige Anzahl an Spielern zu achten", kritisierte Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts. 

Die Schuld der Bayern sei "allenfalls geringfügig" und würde "hinter dem Fehlverhalten der Schiedsrichter" kommen. Deshalb sei ein Punkteabzug nicht verhältnismäßig.