Mit den Veilchen hatte der 42-Jährige in seiner ersten Saison nur Platz sieben der Meisterschaft erreicht, gegen Hartberg das Europacup-Ticket verpasst.
Nun macht der 42-Jährige den "fliegenden Wechsel", wird bei Sturm Graz Nachfolger von Nestor El Maestro, der nach einer enttäuschenden Saison und Platz sechs entlassen worden war. Ilzer löste seinen Vertrag bei den Wienern auf, unterschreibt bei Sturm einen Dreijahresvertrag. Die Präsentation soll noch am Freitag erfolgen.
"Dieser Entschluss ist doch ein wenig überraschend, aber natürlich machen wir uns bereits Gedanken zur weiteren Ausrichtung des Klubs", erklärte Sport-Vorstand Peter Stöger. Über die Trennungsmodalitäten war Stillschweigen vereinbart worden. Mit Ilzer gehen auch seine drei Assistenten Uwe Hölzl, Dominik Deutschl und Sargon Duran.
Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer hatte zuletzt immer wieder auf Ilzers Ausstiegsklausel verwiesen, die für ausländische Vereine gegolten hätte. "Wenn ein Klub an uns herantritt, werden wir uns damit auseinandersetzen", hatte der 48-Jährige noch am Mittwoch bei Sky gesagt.
Stöger hatte Ilzer am Mittwoch zwar als Trainer bestätigt, aber eine violette Neuausrichtung gefordert. "Wir haben es in der gesamten Saison nicht geschafft, so etwas wie ein dominantes Spiel aufzuziehen. Die Austria wird und muss sich nächstes Jahr anders präsentieren." Und das mit einem neuen Trainer.
Ilzer feierte in seinem kurzen Austria-Engagement in 39 Pflichtspielen gerade einmal 14 Siege, kassierte 13 Niederlagen. Nur aufgrund der sieben Siege in der Qualifikationsgruppe stieg Ilzers Bundesliga-Punkteschnitt auf 1,47.