Wegen Corona-Lockdown nun Zittern um Urlaubsgeld

Das Urlaubsgeld wackelt gehörig.
Das Urlaubsgeld wackelt gehörig.istock/ Symbolbild (Symbild)
Während das Burgenland ab 19. April erste Öffnungsschritte wagt, bleiben Wien und NÖ weiter im Lockdown. Das bringt viele Händler in eine Notlage.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hat offenbar ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das hat das Covid-Prognose-Konsortium in seiner Prognose bis 28. April festgehalten. In vielen Ländern der Welt breitet sich das Virus dabei nach wie vor mit großer Geschwindigkeit aus, auch in Österreich.

Zwar lag die Zahl der Corona-Fälle im Land stets unter einem Wert von 3.000, die Zahl der Neuinfektionen bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. So wurden in den letzten 24 Stunden österreichweit etwa erneut über 2.600 neue Corona-Fälle registriert. Alleine auf die Bundeshauptstadt Wien sind über 660 Neuinfektionen zurückzuführen, gefolgt von Oberösterreich (555) und Niederösterreich (460).

Im Burgenland ist die Zahl der Neuinfektionen derzeit am niedrigsten. "Nur" 69 Corona-Fälle wurden dort an nur einem Tag vermeldet. Aufgrund der sinkenden Corona-Fälle wird das Burgenland den Lockdown daher auch beenden und ab dem 19. April wieder erste Öffnungsschritte setzen. Landeschef Hans Peter Doskozil stellte dabei klar, dass nicht nur die Schüler in den Präsenzunterricht zurückkehren werden, sondern auch der Handel wieder aufsperren wird.

"Handel kein Corona-Hotspot"

Sehr zur Freude von Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. "Wir sind Hans Peter Doskozil für diesen Schritt sehr dankbar, denn der Handel hat immer bewiesen, dass er kein Corona-Hotspot ist", erklärt Will gegenüber "Heute". In Wien und Niederösterreich sieht die Lage für die Geschäfte dagegen aber wenig rosig aus. Bis 2. Mai wurde der Lockdown in den beiden Bundesländern verlängert, der Handel ist dort seit Ostern dicht.

Wann die Geschäfte in der Bundeshauptstadt und in Niederösterreich wieder öffnen können, ist nicht genau bekannt. Und das bringt viele Unternehmen in eine finanzielle Notlage. Viele Händler kämpfen nämlich immer mehr um ihre Existenz und wissen oft nicht, wie sie noch die Gehälter ihrer Mitarbeiter zahlen sollen. Und im Juni bzw. Juli wartet eigentlich eine doppelte Finanz-Spritze auf die Mitarbeiter: das Urlaubsgeld! Doch das könnte heuer ordentlich wackeln.

Rainer Will, Obmann des Handelsverbands
Rainer Will, Obmann des HandelsverbandsMichael Gruber / EXPA / picturedesk.com

"Keine Einnahmen, nur Ausgaben"

"Mich rufen sehr viele Händler an, die verzweifelt sind. Sie wissen nicht, wie sie ihren Mitarbeitern das doppelte Gehalt zahlen sollen, wenn sie geschlossen bzw. keine Einnahmen, sondern nur Ausgaben haben", sagt der Handelsverband-Geschäftsführer zu "Heute". Die fehlende Perspektive auf eine baldige Öffnung sei ein weiterer Grund, womit viele Unternehmen aktuell zu kämpfen haben.

Doch daran könnte sich schon bald etwas ändern. Am morgigen Freitag findet nämlich der nächste große Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt statt und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) könnte dort erste konkrete Öffnungsschritte und das Ende der Osterruhe ansagen. Will hofft, dass "zumindest in Niederösterreich bald wieder aufgesperrt" wird.

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