Wegen Messi können die Paris-Stars nicht ausgehen

Lionel Messi
Lionel Messiimago images/NurPhoto
Lionel Messi versetzt Paris in einen Hype. Doch weder für ihn, noch für seine Mittspieler ist die Situation bei PSG einfach.

Rekord-Einschaltquoten, Rekord-Trikotverkäufe und vier Tore in den ersten drei Spielen – Cristiano Ronaldo sorgt seit seiner Rückkehr zu Manchester United für unfassbare Zahlen und einen weltweiten United-Hype. Bei der Diskussion um den größten Fußballer aller Zeiten hat der 36-jährige Portugiese also wieder mal vorgelegt. Denn: Bei Lionel Messi sieht die Situation seit seinem Wechsel von Barcelona zu Paris anders aus. Drei Spiele, keine Tore, keine Assists und bereits den ersten Ärger. Das Zusammenspiel der fantastischen Vier, wie der Superstar-Sturm um Neymar, Mbappe, Messi und Di Maria inzwischen auch genannt wird, läuft noch nicht. Gegen Außenseiter Brügge gab es in der Champions League gar nur ein schwaches 1:1 für die Pariser.

Am Sonntag gegen Olympique Lyon wurde Messi nach 76 Minuten ausgewechselt – zu seiner Zeit in Barcelona noch fast undenkbar. Der argentinische Superstar ist bei der Auswechslung sichtlich verärgert, scheint seinem Trainer und Landsmann Mauricio Pochettino den Handschlag zu verweigern und schmollt anschließend auf der Ersatzbank. Vom PSG-Coach kam nach der Partie auch gleich ein Machtwort: "Ich bin hier, um Entscheidungen zu treffen. Wir müssen Entscheidungen treffen, ob es einem gefällt oder nicht." Es gehe um das Wohl des Teams. "Manchmal sind die Entscheidungen positiv, manchmal nicht", so Pochettino am späten Sonntagabend.

Aufdringliche Fans?

Generell ist Superstar Messi offenbar noch nicht heimisch geworden in der französischen Hauptstadt. Landsmann und Teamkollege Angel Di Maria verriet kürzlich, dass Messi gar genervt sei. "Hier sind die Leute eigentlich respektvoll, lassen dich in Ruhe. Aber jetzt wo Leo hier ist, können wir nirgendwo hingehen – das ist überhaupt nicht einfach für ihn."

Für Wirbel sorgen die Messi-Schlagzeilen auch bei Themen neben dem Platz. Die französische Sportzeitung "L’Equipe" vermeldete in der vergangenen Woche, dass Messi während seiner möglichen drei Jahre bei PSG insgesamt 110 Millionen Euro Gehalt kassieren könnte. Aktuell besitzt der 34-Jährige einen Vertrag bis 2023 mit rund 30 Millionen Jahresgehalt. Wird laut "L’Equipe" allerdings eine Option für eine weitere, dritte Saison gezogen, bekommt Messi dank eines Treuebonus für die zwei kommenden Saisonen jeweils 40 Millionen Euro.

PSG-Sportdirektor Leonardo wütete nach der Berichterstattung. "Es ist total falsch, wir können das nicht akzeptieren. Es gibt keine Option, auch keine obligatorische", sagt er gegenüber "RMC". Diese Aussage erstaunt allerdings, da PSG selbst bei der Verpflichtung vermeldet hatte, dass der Vertrag ein optionales Verlängerungsjahr enthalten würde.

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