Seit nunmehr beinahe drei Wochen läuft die Invasion Russlands in der Ukraine. Ein Frieden ist nicht in Sicht. Deshalb werden auch in Russland die kritischen Stimmen immer lauter. So auch von Dzyuba. Der 33-jährige Torjäger will nicht in den Kader der russischen Nationalmannschaft einberufen werden.
Wie Teamchef Valeri Karpin am Dienstag auf der Verbandshomepage mitteilte, habe der Kapitän der "Sbornaja" ihm am vergangenen Wochenende mitgeteilt, nicht berücksichtigt werden zu wollen.
"Er hat mir versichert, dass er unbedingt für die Nationalmannschaft spielen will. Aber wegen der schwierigen Situation in der Ukraine, wo er viele Verwandte hat, hat er aus familiären Gründen gebeten, nicht einberufen zu werden", berichtete Karpin vom Gespräch mit dem 33-jährigen Torjäger in Diensten von Zenit St. Petersburg. Dzyuba ist seit 2018 Kapitän der "Sbornaja", war zuletzt allerdings nicht unumstrittene Stammkraft. An einen Rücktritt denke der Torjäger jedenfalls nicht.
Nach dem Beginn des Ukraine-Krieges schloss die FIFA Russland vom Play-off für die WM in Katar aus. Deshalb plant der Fußballverband während der Länderspielpause ein Trainingslager in Moskau.