"Kann nicht tatenlos zusehen"

Wegen WM-Plänen – Infantino-Vertrauter wirft hin

Gianni Infantino steht mit dem Rücken zur Wand. Jetzt verliert der FIFA-Präsident sogar einen langjährigen Vertrauten: Berater zieht die Reißleine.
Sport Heute
31.07.2026, 12:28
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Jetzt bekommt Gianni Infantino den nächsten schweren Dämpfer. Mit Carlos Cordeiro hat einer seiner wichtigsten Berater seinen Rücktritt erklärt – und rechnet jetzt obendrein öffentlich mit den FIFA-Plänen ab.

In einer scharf formulierten Stellungnahme distanziert sich Cordeiro klar von Infantinos Milliardenprojekt. "Ich war an diesem Vorschlag in keiner Weise beteiligt und lehne ihn entschieden ab. Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports", so der Berater.

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Der langjährige Infantino-Vertraute betont zudem, dass er die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Schritts genau einschätzen könne. "Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht", schrieb er weiter.

Infantino immer stärker unter Druck

Für den FIFA-Präsidenten ist der Rücktritt der nächste schwere Rückschlag. Bereits in den vergangenen Tagen stellten sich UEFA, CONCACAF und zuletzt auch der asiatische Kontinentalverband AFC geschlossen gegen die Investorenpläne.

Damit bröckelt die Unterstützung für Infantinos Vorhaben immer weiter. Mittlerweile sind 136 von 211 Landesverbänden gegen das Vorhaben.

Konkret geht es um die geplante Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE). Über diese will der Weltverband Milliarden von privaten Investoren einsammeln und künftige Weltmeisterschaften wirtschaftlich vermarkten. Dafür braucht Infantino allerdings die Zustimmung der Mitgliedsverbände – und genau diese scheint zunehmend außer Reichweite zu geraten.

FIFA weist Vorwürfe zurück

Der Weltverband hält trotz der massiven Kritik an seinem Kurs fest. In einer Stellungnahme betont die FIFA, man respektiere die geäußerten Bedenken und setze weiterhin auf einen "offenen und demokratischen Konsultationsprozess".

Zugleich macht die FIFA erneut die Medien für die aufgeheizte Debatte verantwortlich. Der Abstimmungsprozess sei durch "falsche Medienberichte" gestört worden. Dennoch wolle man sicherstellen, dass alle Mitgliedsverbände ihre Entscheidung "auf Grundlage von Fakten" treffen können.

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