Wehrlosen am Bahnhof verprügelt: Jetzt spricht Zeugin

Tatort am Bahnhof Hütteldorf.
Tatort am Bahnhof Hütteldorf.Helmut Graf
Ein Mann mit geistiger Behinderung wurde am Bahnhof Hütteldorf in Wien grundlos attackiert. Ursula E. fand den Verletzten und holte Hilfe.

Was in der Nacht auf Dienstag am Bus-Bahnhof in Hütteldorf (Wien-Penzing) passiert ist, kann einem den Magen umdrehen. Völlig grundlos wurde ein wehrloser Mann (64) mit geistiger Behinderung feig und hinterhältig niedergeschlagen, die Maske vom Gesicht getreten – "Heute" hat berichtet.

"Überall war Blut"

Zum Glück wurde der Verletzte von Pflegerin Ursula E. (52) gefunden, die Dienstagfrüh gerade auf dem Weg zur Arbeit war. Die Täter hatten dem wehrlosen Mann einen Schädelbasis- und einen Nasenbeinbruch, Prellungen und eine Gehirnerschütterung zugefügt. 

"Keiner hat geholfen"

Auch Tage nach dem Vorfall ist Ursula E. immer noch erschüttert: "Ich hatte kein Handy dabei und musste eine Passantin nach einem Telefon fragen, weil eine anwesende Reinigungskraft die Rettung nicht von ihrem Diensthandy anrufen wolle", erzählt sie.

Was die Wienerin aber viel mehr aufregt: "Ich sehe nicht ein, dass alle einfach vorbei gehen und sich niemand kümmert. Der Mann saß blutüberströmt da und keiner hat geholfen. Man muss Zivilcourage zeigen! Für mich ist es selbstverständlich zu helfen. Es kann jedem Menschen etwas passieren", so Ursula, die Mut und Zivilcourage bewiesen hat.

Kamerabilder ausgewertet

Der Bahnhof wird mit Kameras überwacht, die Ermittler arbeiten schnell. "Die Polizei macht einen mega guten Job. Das Video wurde schon ausgewertet, es gibt gutes Material und sie sind sehr zuversichtlich", so der Neffe des verletzten Mannes. 

Die Ärzte im Spital sind zuversichtlich, Lebensgefahr besteht keine. "Gesundheitlich stehen Checks an für den weiteren Behandlungsplan", so der Neffe auf Twitter. "Einfach weiter Daumen halten!"

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