Steiermark

Weil er Frauen hasst, musste eine Grazerin sterben

Der 23-jährige Tatverdächtige, der eine Grazerin mit einer Schere erstochen haben soll, befindet sich in U-Haft. Als Motiv nennt er "Hass auf Frauen".
Heute Redaktion
11.02.2022, 14:32

Bereits am Donnerstag hatte der Verdächtige zugegeben, die Frau ermordet zu haben und ein umfassendes Geständnis abgelegt – "Heute" berichtete. Jetzt kommen weitere Details zu der brutalen Mordtat ans Licht. Laut Staatsanwaltschaft habe der 23-Jährige gegenüber den Ermittlern erzählt, vier bis fünfmal auf sein Opfer eingestochen zu haben – auch wenn es laut Obduktionsergebnis weitaus mehr waren. 

Warum er zur Tatwaffe griff, erklärte der Mann damit, dass ihn die 41-Jährige um Zigaretten und Alkohol angeschnorrt habe. Das habe ihn an seine Ex-Frau erinnert, die ihn "ausgenommen" haben soll. Daraufhin sei er ausgerastet. Nachdem er mehrmals auf die Frau eingestochen hatte, setzte er die Wohnung in Brand, um sich selbst das Leben zu nehmen. Doch er überlegte es sich anders und ließ die Frau alleine zurück.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Nachbar fand tote Frau

Bei der Festnahme wurden auf der Kleidung des 23-Jährigen Blutspuren sichergestellt, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Ein psychiatrisches Gutachten ist bereits in Arbeit. Vorerst bleibt der Mann in Untersuchungshaft. Wie aus den Ermittlungen hervorgeht, kannten der Verdächtige und das Opfer einander. Beide sollen zeitweise der Obdachlosenszene angehört haben. Am Sonntagabend soll der Inhaftierte bei seiner 41-jährigen Bekannten in der Wohnung gewesen sein.

Am Montagvormittag bemerkte ein Nachbar den Brandgeruch, alarmierte die Polizei und hielt selbst in der unversperrten Wohnung Nachschau. Dort entdeckte er den leblosen Körper der Frau. Nur wenige Stunden später konnte der Tatverdächtige von der Polizei festgenommen werden.