Am Donnerstag wurde Andreas Weimann offiziell als Neuzugang beim SK Rapid vorgestellt, nur zwei Tage später stand er im Bundesliga-Heimspiel gegen den TSV Hartberg bereits in der Startelf. Beim 1:1-Remis gegen die Oststeirer hinterließ der 34-Jährige einen starken ersten Eindruck im grün-weißen Trikot.
Weimann gewann alle seine Bodenzweikämpfe, überzeugte mit einer Passquote von 93 Prozent und kam zu zwei guten Torchancen. Sowohl kurz vor der Pause per Kopf (39.) als auch unmittelbar nach Wiederbeginn mit einem Linksschuss (48.) scheiterte der Offensivspieler jedoch an Hartberg-Keeper Tom Hülsmann. "Der Tormann hat beide nicht schlecht gehalten", meinte Weimann nach der Partie bei Sky.
Nach 72 Minuten verließ der Routinier unter Applaus der Fans den Platz und machte für Ercan Kara Platz. Dass er gleich von Beginn an auflief, kam selbst für ihn überraschend. "Ich habe drei Stunden vor dem Spiel erfahren, dass ich starte", verriet Weimann. Erst am Freitag zuvor habe er erstmals mit der Mannschaft trainiert. "Ich kannte vor dem Spiel ehrlich gesagt noch nicht einmal alle Namen. Für das erste Spiel war es aber, glaube ich, ganz okay."
Die Rückkehr zu Rapid sei insgesamt kurzfristig und hektisch verlaufen, dennoch überwog die Freude. "Als Kind waren meine Familie und ich Rapid-Fans. Wenn man in der Rapid-Jugend spielt, träumt man davon, einmal für die Kampfmannschaft aufzulaufen. Dass ich 2007 bei Rapid war und erst 2026 mein Debüt gebe, hätte ich mir aber auch nicht gedacht", sagte er schmunzelnd.
Nun blickt der langjährige England-Legionär optimistisch auf die kommenden Aufgaben. Druck verspüre er keinen: "Ich weiß, was ich kann. Ich spiele seit 15 Jahren Profifußball und weiß, dass ich Tore schießen kann." Besonders groß ist die Vorfreude auf das Wiener Derby in der kommenden Woche. "Darauf freue ich mich jetzt schon. Wir wollen eine gute Trainingswoche haben, dann hinfahren – und hoffentlich gewinnen."