Der einstige Hollywood-Mogul Harvey Weinstein steht erneut vor Gericht in Manhattan. Am Dienstag begann im Criminal Court der dritte Prozess gegen den 74-Jährigen – der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Im Zentrum steht der Vorwurf von Jessica Mann (41), früher Schauspielerin und Friseurin. Sie behauptet, Weinstein habe sie im Jahr 2013 in einem Hotel in Midtown Manhattan vergewaltigt. Der Ex-Filmproduzent weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück.
Staatsanwältin Candace White zeichnete ein drastisches Bild: "Dieser Fall handelt von Macht, Kontrolle und Manipulation." Weinstein habe die damals angehende Schauspielerin bewusst umworben und ihre Hoffnung auf eine Karriere skrupellos ausgenutzt.
Weinsteins Anwalt Jacob Kaplan konterte mit intimen Nachrichten, die Mann noch Jahre nach dem angeblichen Übergriff an seinen Mandanten geschickt haben soll: "Ich liebe dich", "Ich vermisse dich, großer Kerl". Sein Fazit: "Am Ende wird es ihr Wort sein – gegen ihre eigenen Worte."
Der Fall zieht sich seit Jahren. 2020 wurde Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt, doch ein Berufungsgericht kippte das Urteil 2024. Im zweiten Prozess 2025 konnte sich die Jury im Fall Mann nicht einigen. Nun wird dieser Teil neu verhandelt. Die Jury besteht aus sieben Männern und fünf Frauen.