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Weit über 200 Nachbeben – und Opferzahl steigt weiter

In der türkisch-syrischen Grenzregion hat es bisher 243 Nachbeben gegeben. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad am Dienstag mit.

Wo einst Häuser standen, liegen jetzt nur noch Trümmer.
Wo einst Häuser standen, liegen jetzt nur noch Trümmer.
REUTERS

Das endgültige Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe in der Türkei und Syrien war Dienstagmorgen weiter unklar, zahlreiche Menschen wurden unter Trümmern vermisst. Angehörige und Rettungskräfte suchten auch in der Nacht zum Dienstag weiter nach Verschütteten. Auch ein Team aus Österreich ist unterwegs in die Region. Die Zahl der Todesopfer der verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet ist auf mehr als 4.300 gestiegen.

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    Menschen versuchen, den Opfern eines eingestürzten Gebäudes zu helfen.
    Menschen versuchen, den Opfern eines eingestürzten Gebäudes zu helfen.
    EPA-EFE

    Der Vorsitzende der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad, Yunus Sezer, gab in der Nacht zum Dienstag die Zahl der Toten im eigenen Land mit 2.921 an. Außerdem seien 15.834 "unserer Bürger" verletzt. In Syrien kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums sowie der Rettungsorganisation Weißhelme von Montagabend mindestens 1.300 Menschen ums Leben. 243 Nachbeben wurden bis in die Nacht auf Dienstag gezählt.

    Tausende Helfer strömen in Katastrophengebiet

    Angehörige und Rettungskräfte haben bis spät in die Nacht nach Verschütteten gesucht. Das Gesundheitsministerium habe 4.200 Helfer in das Katastrophengebiet entsandt, teilte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am späten Montagabend auf Twitter mit. Diese Zahl steige weiter. Zudem sind nach Angaben Kocas 813 Rettungswagen sowie 227 UMKE Teams – eine dem Gesundheitsministerium angegliederte Katastrophenhilfe – im Einsatz. Auch diese Zahl steige an.

    Verletzte und kranke Erdbebenopfer würden zunächst in Zelten medizinisch versorgt und anschließend in Krankenhäuser verlegt, so Koca in einem weiteren Tweet. Mit aller Kraft sei man vor Ort, um das Leid zu lindern. Viele Menschen würden draußen behelfsmäßige Feuer machen, weil sie aus Furcht vor schweren Nachbeben nicht in die Gebäude zurückkehren können. Derweil regne es in Strömen, was die Rettungsarbeiten zusätzlich erschwere.