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Weiter keine Immobilienpreisblase in Sicht

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:51

In St. Pölten und Eisenstadt lohnt sich ein Immobilienkauf, in Wien und Salzburg ist Miete dagegen empfehlenswerter. Derzeit ist in Österreich jedenfalls keine Gefahr einer Immobilienblase in Sicht. Das zeigt der aktuelle "Bubble-Indikator" von "ImmobilienScout24", für den Daten der Jahre 2010 bis 2015 analysiert wurden.

In St. Pölten und Eisenstadt lohnt sich ein Immobilienkauf, in Wien und Salzburg ist Miete dagegen empfehlenswerter. Derzeit ist in Österreich jedenfalls keine Gefahr einer Immobilienblase in Sicht. Das zeigt der aktuelle "Bubble-Indikator" von "ImmobilienScout24", für den Daten der Jahre 2010 bis 2015 analysiert

wurden.

Gemäß dem Kauf-Miet-Indikator ist in St. Pölten und Eisenstadt kaufen momentan noch günstiger als mieten, während in Wien und Salzburg aufgrund hoher Eigentumspreise mieten empfehlenswerter ist.

In keiner österreichischen Stadt ist in den Jahren 2010 bis 2015 ein signifikanter Gap zwischen Miet- und

Eigentumspreisen zu beobachten. Je stärker sich Eigentums- und Mietpreise annähern, desto geringer ist auch die Gefahr einer Immobilienblase.

In Wien steigen Preise weiter

"Trotz hohem Preisniveau in Städten wie Salzburg, Innsbruck und Wien entwickelt sich der Immobilienmarkt in Österreich stabil und es besteht keine Gefahr einer Immobilienblase", sagt Patrick Schenner, Geschäftsführer von "ImmobilienScout24" in Österreich in einer Aussendung.

Neben Wien sind in den vergangenen Jahren vor allem in den westlichen Landeshauptstädten Salzburg und Innsbruck die Preise für Eigentum rasant angestiegen. Immobilienkäufer mussten seit 2010 Preissteigerungen zwischen 30 und 40 Prozent in Kauf nehmen. 2015 steigen aber nur noch in Wien die Preise weiter an und liegen durchschnittlich bei 3.991 Euro/m2 (2014: 3.880 Euro).

Insgesamt befinden sich allerdings trotzdem die westlichen Metropolen Salzburg (4.308 Euro/m2) und Innsbruck

(4.032 Euro/m2) auf einem höheren Niveau als Wien und sind damit bei Eigentum die teuersten Städte in Österreich.

Kaufen oder mieten?

Laut einer Umfrage von "Integral" im Auftrag von "ImmobilienScout24" plant jeder vierte Österreicher einen Umzug innerhalb der nächsten fünf Jahre. Bei jedem Umzug muss man sich als Wohnungssuchender zwischen Miete und Kauf entscheiden. In Wien steht ein Wohnungssuchender theoretisch vor der Frage, ob er durchschnittlich

300.000 Euro für eine Eigentumswohnung ausgeben möchte oder eine vergleichbare Wohnung für denselben Betrag 31 Jahre lang mieten soll.

Der Kauf-Miet-Indikator liefert genau diese Information. Wie viele Jahre könnte man eine durchschnittliche Immobilie mieten, bis man den Kaufpreis für die gleiche Immobilie ausgegeben hätte. Je niedriger das Kauf-Miet-Verhältnis, desto eher lohnt sich ein Kauf der eigenen vier Wände und desto höher ist auch die erzielbare Rendite für Investoren.

Betrachtet man den Kauf-Miet-Indikator für die österreichischen Landeshauptstädte, wird klar, dass es unterschiedliche Handlungsempfehlungen geben muss. "Das ist wenig überraschend, da Immobilienmärkte immer

regionale Märkte sind, auf denen sich die Preise unterschiedlich entwickeln. Wir empfehlen Wohnungssuchenden in Wien und Salzburg tendenziell eher zu mieten, während in St. Pölten und Eisenstadt der Immobilienkauf noch immer

sehr interessant ist", meint Schenner.

 

Der Bubble-Indikator von "ImmobilienScout24" basiert auf dem Zusammenhang von Miet- und Kaufpreisen. Entwickeln sich diese in einer Region identisch, blieben die Mietrenditen für Käufer stabil. Steigen die Kaufpreise jedoch deutlich stärker als die Mieten, kann dies ein Hinweis auf eine mögliche Überhitzung sein. In jedem Fall müssen Immobilienkäufer in einer solchen Situation mit sinkenden Mietrenditen rechnen.

"ImmobilienScout24" hat im Juli 2015 die Miet- und Eigentumspreisentwicklung für die österreichischen Landeshauptstädte von 2010 bis einschließlich erstes Halbjahr 2015 analysiert. Bei den Mietpreisen sind ausschließlich die Preise der neu angebotenen Mietobjekte erhoben worden, nicht die bestehenden Mieten. Grafiken können auch einzeln angefordert werden.

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