Die Suche nach den Leichen vor Lampedusa geht weiter. Nach der Flüchtlingstragödie vom vergangenen Donnerstag vor der süditalienischen Küste werden noch immer Dutzende Menschen vermisst. Bisher wurden 289 Todesopfer geborgen.
vor der süditalienischen Küste werden noch immer Dutzende Menschen vermisst. Bisher wurden 289 Todesopfer geborgen.
Schiffe und Taucher der italienischen Küstenwache haben am Mittwoch die Suche nach den noch vermissten Passagieren des illegalen Flüchtlingsbootes fortgesetzt. Nach Angaben von Überlebenden befanden sich 518 Personen an Bord des gekenterten Schiffes, das nun in etwa 40 Meter Tiefe liegt. 155 Menschen wurden gerettet, rund doppelt so viele konnten nur mehr tot geborgen werden. Dutzende werden noch vermisst.
Barroso kommt nach Lampedusa
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström werden am Mittwochvormittag auf Lampedusa eintreffen, um sich persönlich ein Bild von der Lage auf der italienischen Insel zu machen. Empfangen werden die beiden EU-Vertreter von Italiens Ministerpräsident Enrico Letta. Nach der Flüchtlingstragödie beschloss die EU die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die Probleme im Bereich Einwanderungspolitik untersuchen soll.
Im Vatikan wird am Mittwoch eine Messe im Gedenken an die Toten zelebriert. An der Zusammenkunft, die von Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation der östlichen Kirchen, in den Grotten der Peterskirche abgehalten wird, werden sich auch Bischöfe aus Eritrea beteiligen. Ein Großteil der Opfer des Schiffsunglücks stammte aus dem afrikanischen Land.