Weltbester Scharfschütze tötet jetzt für die Ukraine

Ein kanadischer Scharfschütze hat sich den ukrainischen Soldaten im Kampf gegen Russland angeschlossen. 
Ein kanadischer Scharfschütze hat sich den ukrainischen Soldaten im Kampf gegen Russland angeschlossen. Didor Sadulloev / AP / picturedesk.com
Immer mehr Freiwillige schließen sich der Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion an. Jetzt stößt auch der beste Sniper der Welt hinzu.

Präsident Wolodimir Selenski spricht von einer internationalen Legion und beschwört weiterhin den Widerstand gegen den Russen-Überfall. Bis zu 20.000 Freiwillige haben sich laut der deutschen "Bild"-Zeitung für den Kampfeinsatz in der Ukraine gegen die russische Armee gemeldet. 

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Einer von ihnen: Sniper "Wali" aus Kanada. Der Kanadier gilt als bester Scharfschütze der Welt. Er kämpfte für die kanadische Armee im "Royal Canadian 22nd Regiment" im Irak und in Afghanistan. Der Schütze wurde 2017 weltberühmt, als er einen Kämpfer der Terrorgruppe ISIS erschoss – aus einer Distanz von 3.450 Metern. Es war der Weltrekord für den längsten Tötungsschuss. Der Kandadier sei in der Lage rund 40 Kämpfer pro Tag zu töten, berichtet der osteuropäische Sender Nexta TV.

Vorbereitungen für Kampfeinsatz in Geheimversteck

Aktuell bereitet sich der Legionär an einem geheimen Ort in der Ukraine auf seinen Einsatz vor. 

"Wali" ließ zuvor seine Frau und seinen einjährigen Sohn zurück, als er sich auf den Weg in die Ukraine machte. Der 40-Jährige erklärte gegenüber Freunden seine Motive: "Das ist, als wäre man ein Feuerwehrmann, der den Alarm schrillen hört", soll er laut dem amerikanischen TV-Sender CBS gesagt haben. Nachsatz: "Ich muss helfen, hier sind Menschen, die bombardiert werden, bloß weil sie Europäer sein wollen und keine Russen."

Kanadier lässt Geburtstag von kleinem Sohn sausen

Für den Kampf in der Ukraine opferte der Kanadier sogar den Geburtstag seines kleinen Sohnes (1). Er nennt es gegenüber CBS den "härtesten Teil" der Entscheidung, sich dem Kampf in der Ukraine anzuschließen. Seine Frau sei dagegen. "Sie können sich vorstellen, was sie gesagt hat und wie sie denkt", so der Kanadier im Interview. 

Im Zivilvberuf arbeitet "Wali" als Programmierer. Der bevorstehende Tapetenwechsel mache selbst den erfahrenen Kämpfer sprachlos. "Vor einer Woche habe ich noch Sachen programmiert", sagte er. "Jetzt greife ich in einem Lagerhaus nach Panzerabwehrraketen, um echte Menschen zu töten. Das ist im Moment meine Realität", erklärt er CBS.

"Internationale Legion" soll Wende im Krieg bringen

In der Ukraine hofft man nun auf das Kriegsglück, nicht nur wegen dem berühmten Scharfschützen aus Kanada. Laut Angaben der ukrainischen "Fremdenlegion für die territoriale Verteidigung der Ukraine" sollen sich insgesamt 550 Kanadier auf den Weg in die Ukraine gemacht haben.

Die Zahl sei so groß, dass sogar ein eigenes Bataillon mit den Ahorn-Flaggen-Kämpfern in Übersee eingerichtet worden sei, berichtet die Zeitung "National Post" unter Berufung auf Militärkreise in Kiew. 

Die potenziellen Soldaten wurden in der ukrainischen Hauptstadt zusammengezogen, neben Kämpfern aus aller Welt, die gegen die russischen Invasoren kämpfen wollen. Die Mitglieder der neu entstandenen Fremdenlegion wurden in Gruppen je nach ihrem Herkunftsland kommandiert, um Sprachbarrieren zu vermeiden.

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