Wende bei Matthäus: Er will doch DFB-Teamchef werden

Lothar Matthäus
Lothar MatthäusImago Images
Wer wird der Nachfolger von Jogi Löw als deutscher Nationaltrainer? Lothar Matthäus brachte sich nun doch zurück ins Spiel. 

Eigentlich hatte der deutsche Rekord-Teamspieler erklärt, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen, sich damit selbst aus dem Rennen um die Löw-Nachfolge genommen. "Wenn der DFB anruft, würde ich den Hörer abnehmen, was ich schon die letzten 20 Jahre gemacht habe. Ich bin aber mit meinem Leben zufrieden, habe nicht den Druck, den ich als Spieler oder Trainer hatte", erklärte Matthäus noch am Mittwoch bei "Sky".

Doch nun machte der 61-Jährige die Rolle rückwärts. Im "Bild"-Podcast "Bayern Inside" erklärte Matthäus nun: "Der DFB wird entscheiden. Wenn irgendwann die Frage auf mich zukommt vonseiten der Verantwortlichen, musst du dir natürlich Gedanken machen." 

Heißt im Klartext: Kommt der DFB auf den einstigen Fußball-Star zu, würde Matthäus natürlich nicht absagen. "Franz Beckenbauer wollte 1984 auch nicht Teamchef werden, sondern hat es im Endeffekt gemacht, auch auf einen gewissen öffentlichen Druck hin", erklärte Matthäus weiter. Beckenbauer führte die DFB-Auswahl schließlich zum WM-Titel 1990. 

Neben Matthäus gelten vor allem Bayern-Coach Hansi Flick, Ex-Salzburg-Boss Ralf Rangnick oder U21-Teamchef Stefan Kuntz als mögliche Kandidaten. Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann haben bereits abgewunken. 

Löw hatte am Dienstag bekannt gegeben, das Amt als DFB-Teamchef nach der EM-Endrunde 2021 zurückzulegen. Der 61-Jährige coachte die DFB-Auswahl seit 2006, führte Deutschland 2014 zum WM-Titel. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 und der 0:6-Abfuhr gegen Spanien war Löw immer weiter unter Druck gekommen. 

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