Wenig Schlaf & Nachtarbeit macht dick

Bild: Fotolia/Symbolbild

Wer zu wenig schläft oder in der Nacht arbeiten muss, läuft Gefahr dick zu werden oder sogar an Diabetes zu erkranken. Denn für das Körpergewicht ist es nicht nur wichtig, was man isst, sondern auch wann man dies tut und wie viel man schläft.

Wird die innere Uhr, welche den Tagesrhythmik steuert gestört, entwickelten - laut einer einer Studie - Nager eine Insulinresistenz und wurden anfällig für Übergewicht. Dies lässt aber darauf schließen, dass man unter Berücksichtigung der biologischen Uhr Stoffwechselstörungen und Übergewicht bei Menschen behandeln könnte.

In früheren Untersuchungen haben Forscher beim Menschen bereits nachgewiesen, dass Störungen des Schlafrhythmus, etwa durch Nachtarbeit oder Jetlag, das Körpergewicht und den Stoffwechsel beeinflussen. Ebenso zeigten Wissenschafter, dass bestimmte Varianten sogenannter Uhrgene, die die Innere Uhr steuern, mit Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck in Verbindung stehen.

Inwieweit sich die Wirkung des Hormons Insulin rhythmisch verändert, sei aber noch nicht gut untersucht gewesen, so ein Forscher.

In einer Studie wurde nun erkannt, dass nachtaktive Mäuse am Tag - also während ihrer natürlichen Ruhephase - am stärksten insulinresistent sind. Infolgedessen ist auch ihr Blutzuckerspiegel in dieser Zeit am höchsten, weil weniger Zucker aus dem Blut transportiert wird.

In der Nacht, wenn die Mäuse und ihr Stoffwechsel aktiv werden, steigt die Insulinwirkung, der Blutzuckerspiegel sinkt. Genetisch veränderte Mäuse, deren Innere Uhr gestört ist, bleiben Tag und Nacht in dieser Phase der Insulinresistenz, berichten die Wissenschafter weiter. Auch bei Mäusen, die konstant Licht ausgesetzt sind, gehe der biologische Rhythmus verloren und damit auch die Schwankungen der Insulinwirkung. Bekamen sie eine fettreiche Diät verabreicht, lagerten diese Tiere mehr Fett ein.

Dass die Insulinwirkung über den Tag schwankt, sei nur natürlich. Schließlich verändere sich die Umwelt ja auch rhythmisch. Lebewesen, die sich auf solche Schwankungen einstellten und ihr Verhalten, ihren Stoffwechsel und ihre Genaktivität daran anpassten, hätten bessere Überlebenschancen als solche, die all diese Funktionen konstant hielten.

Diäten, bei denen der Zeitpunkt der Mahlzeit reguliert werde, würden die Übergewichts-Epidemie sicher nicht umkehren, aber sie könnten möglicherweise bei ihrer Bekämpfung helfen, sagte Carl Johnson, einer der beteiligten Forscher.

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