Sängerin Jazz Gitti hat längst Kult-Status in Österreich erreicht. Immer einen frechen Spruch auf den Lippen, stets gut gelaunt und voller Energie. Im Talk bei "STÖCKL" mit Barbara Stöckl zeigte die 79-Jährige nun eine Seite, die man so selten sieht – und sprach über einen ihrer dunkelsten Momente.
Sie war erst 14 Jahre alt, als ihre Mutter an den Folgen von Diabetes verstorben ist. "Ich war ein verwöhnter Fratz und da bin ich erwachsen worden," erzählte sie über diese schwere und prägende Zeit. "Mein Vater war der beste Papa wo’s gibt, aber ein Teil von ihm ist mit meiner Mutter gestorben - der hat sich selber nicht ausgekannt. Und das war schon hart. Ich bin richtig auf die Gosch’n gfallen."
Die Todesursache ihrer Mutter begleitet sie seither – denn Gitti hatte immer wieder mit ihrem Gewicht zu kämpfen. "Ich war immer dick. Schon von Kindheit auf," so Gitti im Gespräch mit Stöckl. Lange habe sie das aber nicht eingeschränkt – weder im Alltag noch in der Liebe, wie sie lachend hinzufügte: "Ich hatte ja auch nicht wirklich Schwierigkeiten mit den Männern. Die, die mich mögen haben, sind mir ja verfallen."
Aber die gesundheitlichen Folgen nahmen mit der Zeit zu: Mehrfach hat die Sängerin 50 Kilo ab und wieder zugenommen – dabei machten ihr besonders ihre Zuckerwerte schaffen: "Beim letzten Mal war ich wirklich todkrank. Wenn mich damals wer gefragt hätte, hätte ich gesagt, ja, ich will sterben"
Dieser Moment war ein Wendepunkt für Gitti und sie entschied sich für eine Magenverkleinerung. Mit Erfolg: "Von 165 Kilo bin ich runter auf 120 Kilo – und da kennt mich die Öffentlichkeit," so die 79-Jährige.
Mit fast 80 blickt sie jetzt zurück und zeigt: Hinter dem Humor, für den sie gefeiert wird, stecken auch schwere Zeiten – aber ihr Lachen hat sie nie verloren.