Bei der SPÖ ist man von der anlaufenden Steuerreform der türkis-blauen Bundesregierung denkbar wenig begeistert. Vor allem das, nach Meinung der SP, zu geringe Volumen der Reform erzürnt die Genossen. Auch deshalb präsentierte SP-Geschäftsführer Thomas Drozda am Mittwoch den sozialdemokratischen Gegenentwurf für eine "wirklich gerechten" Steuerentlastung.
Die SPÖ fordert darin Enstlastungen in Höhe von insgesamt 6,9 Milliarden €. 80% des Betrages (ca. 5,5 Milliarden €) sollen dabei den Arbeitnehmern zugute kommen, mit den verbleibenden 1,4 Milliarden € will die Partei heimische Unternehmen unterstützten.
Außerdem forderte Drozda erneut die Streichung der Mehrwertsteuern auf Mieten. Einer Gegenfinanzierung des SPÖ-Vorstoßes sieht Drozda gelassen entgegen: "Die Steuereinahmen sprudeln gerade". Dafür seien zu 80% die Arbeitnehmer verantwortlich. Diese müssten daher auch endlich entsprechend entlastet werden, so Drozda. (mat)