Ein sieben Jahre alter Bub, der bei einem Messerangriff durch einen 14-Jährigen in einer psychiatrischen Einrichtung in Regensburg (Bayern) schwer verletzt wurde, ist vergangenen Freitag in einer Klinik verstorben. Der mutmaßliche Killer postete rund 30 Minuten vor der Tat ein Foto von sich mit einem Messer in der Hand auf Instagram. Zusätzlich zu dem Tod des Kindes wurde auch ein 63-jähriger Erwachsener bei dem Angriff schwer verletzt.
Die Polizei führt nun Ermittlungen gegen die Follower des 14-Jährigen durch, wie "Bild" berichtet. Es bestehe der Verdacht, dass diese Personen nichts unternommen hätten, um die schreckliche Tat zu verhindern. Diejenigen, die den Beitrag des mutmaßlichen Täters "gelikt" haben, würden nun Besuch von der Kriminalpolizei erhalten. Die Generalstaatsanwaltschaft München suche demnach nach potenziellen Mitwissenden im Zusammenhang mit dem geplanten Amoklauf.
Der mutmaßliche Killer war der Polizei bekannt. Die Oberstaatsanwaltschaft will nun herausfinden, wie der 14-Jährige an ein Messer gekommen war. Ebenso beschäftigt sie die Frage, ob es Mitwisser oder gar Unterstützer im Vorfeld der Tat gegeben hat. Bereits im Jänner hatte der mutmaßliche Killer die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich gezogen.
Der damals 13-Jährige aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab habe in "einschlägigen Chatgruppen" die Absicht geäußert, seine Schule in die Luft zu sprengen, wie "Bild" berichtete. Nach einer unverzüglich angeordneten Hausdurchsuchung beim Jugendlichen und seinem gleichaltrigen Freund habe die Polizei Sprengstoff, Softair-Waffen und Bomben-Attrappen sichergestellt. Der damals 13-Jährige war aufgrund seines Alters strafunmündig.