Wir dürfen uns auf die Schulter klopfen (den anderen leider noch nicht): Sieben Wochen sind geschafft. Und in wenigen Tagen ist es vorbei mit #bleibzuhause. Ich kann den mahnenden Hashtag am Handy echt nicht mehr sehen. Auch mein Sohn ist endgültig durch mit der Isolation. Es hat eh lang gedauert. Die letzten Tage waren sehr emotional, das Fehlen anderer Kinder lässt sich nicht mehr durch uns Eltern wettmachen. "Ich kann nicht mehr", fasst er zusammen, was auch viele Erwachsene fühlen. Es ist höchste Zeit, wieder mit unseren Liebsten zusammenzukommen.
Was war eure wichtigste persönliche Erkenntnis aus der Krise, überlegte eine kluge Frau kürzlich auf Facebook. Eine interessante Frage. Denn es ist ja noch nicht vorbei. Eine Zwischenbilanz kann man aber schon ziehen. Viele haben freudvoll festgestellt, dass sie gut mit sich allein sein können. Andere wurden erfinderisch, weil sie mussten, und ziehen nun Kraft daraus. Unsere schönste Offenbarung: Unser Sohn liebt das Klavier, das wird sein Instrument. Ich habe auch einiges über mich selbst gelernt: Ich bin viel vorsichtiger, als ich dachte. Oder ängstlicher. Ohne meine liebsten Menschen werde ich trübsinnig. Den ganzen Tag daheim macht noch keine Putzfee aus mir. Ich habe den besten Mann der Welt, der mich auch aushält, wenn ich es selbst nicht tue. Ich weiß meine Freiheit mehr zu schätzen denn je. Ich erwarte ihre Rückkehr sehnsüchtig.