Höchste Warnstufe – Schneewalze überrollt Österreich

Ein Schneepflug im Einsatz nach intensiven Schneefällen in Kaprun. Archivbild
Ein Schneepflug im Einsatz nach intensiven Schneefällen in Kaprun. ArchivbildEXPA / APA / picturedesk.com
Heftige Schneefälle brechen über uns herein. In den Nordalpen gilt verbreitet Warnstufe Rot, punktuell wurde sogar die höchste Warnstufe ausgerufen.

Nach dem anfänglichen Kaiserwetter verdichteten sich am Freitag im Laufe der zweiten Tageshälfte die Wolken wieder zunehmend und vom Kaiserwinkl bis ins östliche Flachland gingen teils gewittrige Schneeschauer nieder. Kräftiger Nordföhn fegt über die Südalpen und im Donauraum kam es zu teils stürmischen Böen aus West bis Nordwest. 

Wer glaubt, der Blitz-Schnee am Donnerstag wäre schon alles gewesen, der irrt. Eine Schneewalze rollt jetzt gegen die Alpennordseite – insbesondere in den östlichen Nordalpen kommt es in der Nacht auf Samstag zu heftigem Schneefall bis in die Niederungen. Auch im nördlichen und östlichen Flachland bildet sich vorübergehend eine dünne Schneedecke:

Erwartete Neuschneehöhe bis 23. Jänner 2022.
Erwartete Neuschneehöhe bis 23. Jänner 2022.UWZ

Höchste Warnstufe ausgegeben

Der Samstag verläuft an der Alpennordseite winterlich und vor allem vom Tiroler Unterland über die Obersteiermark bis an den Alpenostrand sowie auch im Mühl- und Waldviertel schneit es verbreitet und teils kräftig. Auch abseits der Alpen schneit es zeitweise, besonders im zentralen und westlichen Donauraum mischt sich tagsüber unterhalb von etwa 400 m aber auch Regen dazu.

Vom Salzkammergut bis zum Mariazellerland zeichnen sich oberhalb von etwa 500 m verbreitet 30 bis 50 cm Neuschnee binnen 24 Stunden ab! Im Norden und Osten sowie entlang des Alpenhauptkamms weht weiterhin kräftiger bis stürmischer West- bis Nordwestwind.

Für den Alpenraum wurden bereits Schnee-Warnungen ausgegeben. Verbreitet gilt Warnstufe Rot, regional wie etwa im Salzkammergut auch die höchste Warnstufe Violett. Auf den Bergen und im Bereich des Wienerwalds hingegen sind Sturmwarnungen aufrecht:

Es schneit kräftig weiter

In der Nacht auf Sonntag verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in den Osten des Landes. Dabei schneit es vor allem im Mariazellerland und am Alpenostrand kräftig weiter, aber selbst vom Weinviertel über Wien bis ins Nord- und Mittelburgenland sind nach derzeitigem Stand ein paar Zentimeter Nassschnee möglich.

Am Sonntag fällt in den östlichen Nordalpen sowie auch generell in der Osthälfte des Landes zunächst weiterhin etwas Schnee, die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen im äußersten Osten und knapp 500 m im Norden. Tagsüber lässt die Intensität rasch nach und abseits des Berg- und Hügellands trocknet es bis auf einzelne Schneeschauer meist ab. Westlich und südwestlich davon bleibt es trocken und im Tagesverlauf wird es hier zunehmend sonnig. Auch der West- bis Nordwestwind lässt endgültig nach.

Die neue Woche

Der Montag verläuft in der Osthälfte meist trüb und besonders von der Eisenwurzen bis zum Wienerwald sowie im östlichen Flachland fällt zeitweise etwas Regen oder Schnee, die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen ganz im Osten und etwa 500 m im Mostviertel. Von Vorarlberg bis Kärnten bleibt es trocken und häufig scheint die Sonne.

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