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Langenlebarn sprengt 57 Jahre alten Österreich-Rekord

In Niederösterreich wurde am Dienstag ein neuer Temperaturrekord aufgestellt. Noch nie war es seit Messbeginn im Oktober wärmer in Österreich.

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Blick auf das <strong>Tullnerfeld</strong> von der Tempelbergwarte in Altenberg. Knapp unter dem Horizont links des Donauknicks ist <strong>Langenlebarn</strong> samt Fliegerhorst zu sehen. Dahinter sind <strong>Tulln</strong> und das <strong>AKW Zwentendorf</strong> auszumachen. Archivbild, Juli 2020.
Blick auf das Tullnerfeld von der Tempelbergwarte in Altenberg. Knapp unter dem Horizont links des Donauknicks ist Langenlebarn samt Fliegerhorst zu sehen. Dahinter sind Tulln und das AKW Zwentendorf auszumachen. Archivbild, Juli 2020.
Markus Haslinger / picturedesk.com

Mit einem Höchstwert von 30,3 Grad wurde am heutigen Dienstag in Langenlebarn im niederösterreichischen Tullnerfeld ein neuer Oktober-Rekord aufgestellt. "Der Winddrehung von Südost auf Süd ist es zu verdanken, dass um 15.40 Uhr die 30-Grad-Marke erreicht wurde, kurz vor 16 Uhr kletterte die Temperatur sogar bis auf 30,3 Grad", macht UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer die neue Höchstmarke öffentlich.

Der vorherige Stationsrekord (27,6°C) war am 7. Oktober 2009 aufgestellt worden.

Die Temperaturkurve der Wetterstation in Langenlebarn am 3. Oktober 2023.
Die Temperaturkurve der Wetterstation in Langenlebarn am 3. Oktober 2023.
Screenshot bergfex.at

"Außergewöhnlich warm endet der September, außergewöhnlich warm bleibt es auch zu Beginn des Oktobers. Gestern wurden bereits zahlreiche Stationsrekorde erreicht, der heutige Tag setzt noch einmal eine Schippe drauf", meldet auch die Geosphere Austria am späten Nachmittag und bestätigt den neuen bundesweiten Oktoberrekord von 30,3 Grad in Langenlebarn.

Neuer Oktober-Temperaturrekorde in Österreich am 3. Oktober 2023.
Neuer Oktober-Temperaturrekorde in Österreich am 3. Oktober 2023.
GeoSphere Austria

Damit ist nun der Uralt-Rekord vom 4. Oktober 1966 Geschichte. 30,2 Grad wurden damals Fußach am Bodensee gemessen. Diese Station gibt es inzwischen nicht mehr, bzw. wird jetzt unweit davon am Rohrspitz gemessen. Am zweiten Platz folgte mit 30,1 Grad am 1. Oktober 1956 bis dato Eisenstadt, jetzt ist Burgenlands Hauptstadt auf Platz 3 zurückgerutscht.

Auch an einigen anderen Stationen wurden neue Oktober-Rekordwerte erreicht wie etwa auf der Rax mit 22,1 Grad. Hier wurde der bisherige Höchstwert vom 20. Oktober 2012 um exakt 1 Grad überboten. "Insgesamt wurden gestern und heute 87 neue Stationsrekorde aufgestellt", meldet auch die Geosphere Austria.

Die Hitliste mit den Höchstwerten am Dienstag, den 2. Oktober 2023:

▶ 30,3 °C in Langenlebarn (NÖ) – der neue Oktober-Österreichrekord
▶ 29,4 °C in St. Aegyd am Neuwalde (NÖ)
▶ 29,3 °C in Klausen-Leopoldsdorf (NÖ)
▶ 29,1 °C in Kirchberg an der Pielach (NÖ)
▶ 28,6 °C in Weyer (OÖ)

Stürmische Wetter-Wende kommt

In der Nacht auf Dienstag zieht eine Kaltfront mit Schauern und teils stürmisch auffrischendem Westwind über Österreich hinweg. Am Mittwoch beruhigt sich das Wetter unter zunehmendem Hochdruckeinfluss rasch wieder.

Die weitere Prognose im Detail

Der Mittwoch startet im Bergland und im Süden bewölkt und mit teils kräftigen Schauern, im Donauraum und nördlich davon dagegen häufig sonnig. Tagsüber lockert es auch im Westen und in den Nordalpen zögerlich auf, im zentralen Bergland und im Süden halten sich die Wolken samt einzelner Schauer recht hartnäckig. Im Norden und im östlichen Flachland dominiert bei lebhaftem West- bis Nordwestwind und ein paar harmlosen Wolkenfeldern weiterhin der Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 22 Grad.

VIDEO: Die aktuelle Wetter-Prognose in 70 Sekunden

Am Donnerstag lockern die anfangs oft dichten Restwolken sowie lokale Nebelfelder am Vormittag auf, nachfolgend setzt sich verbreitet ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix durch. Dazu bleibt es ganztags trocken und der Wind flaut ab, lediglich im Donauraum und im Osten weht bis zum Nachmittag noch mäßiger Westwind. Die Temperaturen erreichen maximal 17 bis 23 Grad.

Der Freitag beginnt verbreitet mit kompakten Wolken, in den südlichen Becken hält sich auch noch Hochnebel. Tagsüber lockert es dann oft auf, lediglich im zentralen Bergland halten sich die Wolken etwas länger, aber auch hier zeigt sich die Sonne besonders am Nachmittag oft. Bei nur noch schwachem Wind liegen die Höchstwerte zwischen 16 und 22 Grad.

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    Fabian Sommer / dpa / picturedesk.com / Leserreporter