Österreichs Fußballverband behält seinen Erfolgsteamchef. Was sich bereits am Freitag abzeichnete, ist seit Samstag endgültig fix. Da machte der ÖFB die Vertragsverlängerung mit dem 67-Jährigen bis 2028 offiziell – Rangnicks Vertrag wäre eigentlich bis zum Ende der WM gelaufen.
"Es freut mich wirklich sehr, dass ich heute der Fußballöffentlichkeit und ganz Österreich mitteilen kann, dass wir seitens des ÖFB gemeinsam mit Ralf Rangnick übereingekommen sind, dass der Teamchef seine Karriere über die Weltmeisterschaft hinaus bis zur Europameisterschaft 2028 für Österreich weiter fortsetzen wird", erklärte der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll, machte Rangnicks Verbleib beim heimischen Fußballverband damit öffentlich.
"Das ist ein wichtiges Signal am Beginn dieser Weltmeisterschaft für Gemeinsamkeit und für eine klare Perspektive in die Zukunft", meinte Pröll. Und betonte: "Es ist gut für unsere Spieler, es ist gut für unsere Fans, und ich danke Ralf Rangnick nach sehr langen, intensiven, aber vertrauensvollen Gesprächen, dass wir jetzt zu diesem Zeitpunkt eine Einigung finden konnten."
Rangnick, der als Mastermind hinter dem typischen Red-Bull-Fußball gilt, hat das rot-weiß-rote Traineramt im Jahr 2022 übernommen. Er führte Österreichs Team zur Europameisterschaft 2024 und erstmals seit 28 Jahren wieder zu einer WM-Endrunde. Am Mittwoch (6 Uhr) geht das Turnier auch für David Alaba und Co. mit dem Duell gegen Jordanien los.
Rangnick hatte zuletzt Verhandlungen mit dem AC Milan geführt. Klub-Besitzer Gerry Cardinale wollte den Deutschen zunächst an Bord holen, der 67-Jährige stellte Bedingungen dafür – unter anderem die volle Entscheidungsgewalt im sportlichen Bereich. Rangnick habe lange auf eine Milan-Antwort gewartet, dann aber seine Geduld verloren und die Verhandlungen platzen lassen. Das hat die "Gazzetta dello Sport" am Freitag enthüllt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Rangnick bereits einen unterschriftsreifen ÖFB-Vertrag vorliegen. Nun ist die Tinte trocken.