So würde ein Krieg im Weltraum aussehen

Ein Kriegszenario im Weltraum könnte einem Schachspiel ähneln.
Ein Kriegszenario im Weltraum könnte einem Schachspiel ähneln.istock
Wie kann man sich vom derzeitigen Standpunkt aus ein Kriegsszenario im Weltraum vorstellen? Werden Satelliten für militärische Zwecke verwendet?

So kriegerisch spannend, mit schnellen, sich abwechselnden und unvorhersehbaren Manövern wie in den Kultwerken der Filmkunst, "Star Wars" und "Star Trek", soll es zumindest in absehbarer Zeit im Weltraum nicht aussehen - sollte es zu einem Kriegszustand kommen. Dafür ist nun ein Regulativ erschienen.

Einem Berichtder Aerospace Corporation zufolge gibt es physikalische Limitationen und Kampfraumschiffe - wie aus den Science-Fiction-Klassikern - seien noch keine Option.

Bei einem Konflikt im Orbit seien folgende Punkte zu beachten: Satelliten sind schnell, aber vorhersehbar, der Weltraum ist groß, Timing ist alles und Satelliten manövrieren langsam.

Satelliten sind keine Kampfjets

Satelliten erreichen Geschwindigkeiten von drei bis acht Kilometer pro Sekunde. Dass sie jedoch irgendwann zum Orbit zurückkehren müssen, macht ihre Manöver vorhersehbar. Ein Satellit hat zudem größere Schwierigkeiten dabei seine Richtung zu ändern als ein Flugzeug auf der Erde. Jede Positionsveränderung bedarf eines Wechsels der Höhe.

Wie groß ist der Weltraum?

Der Weltraum ist zu groß, so dass es nicht sinnvoll ist, zu versuchen, ein Gebiet zu erobern. Der Raum zwischen niedrigem Erdorbit und geostationärem Erdorbit umfasst 200 Trillionen Kubikkilometer, was 190 Mal dem Volumen der Erde entspricht.

Timing is everything

Die Kriegsführung müsste man sich verlangsamt als Schachspiel vorstellen. Man könnte versuchen, einen Satelliten mit einem anderen zu rammen. Das würde funktionieren, indem man die Orbits zweier Satelliten kreuzt und sie abfängt. Das erfordert perfektes Timing.

Schachweltraummeisterschaft

Ein Überraschungsangriff wäre am erfolgreichsten. Die Nationen überwachen ihre Satelliten jedoch gut. Da die Satelliten mit dem Treibstoff für Manöver haushalten müssten, könnte ein Kriegsszenario einem Schachspiel ähneln. Der Angreifer agiert, der Verteidiger reagiert. Ein Spiel, dass sich über mehrere Tage bis Wochen ziehen könnte.

Vom Boden aus könnte man intervenieren, indem man Signale des Ziel-Satelliten blockiert, versucht falsche Befehle zu schicken oder das Kontroll-Signal des Besitzer imitiert. Ein weiteres Szenario ist vorstellbar: Beim Cyberwarfare, dem Hacken eines Satelliten oder der Bodenstation, könnten falsche Infomationen übermittelt werden.

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